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Dienstag, 9. Juni 2009

HOME – zum Weinen schön und zum Heulen erschreckend

Jetzt gibt es kein zurück mehr. Sicherlich hab ich schon vor langer Zeit damit begonnen, über unsere Gesellschaft und die Entwicklungen auf unserem Planeten nachzudenken. Aber auch bei mir hat sich immer wieder die Bequemlichkeit breit gemacht. Gegen Mauern von schrägem Selbstverständnis und gelernter Sozialisation anzurennen ist manchmal anstrengend.


Und jetzt kommt HOME. Kein Naturfilm wie die vielen anderen, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. Einer der mich zutiefst bewegt hat. Zum Teil weil Landschaften darin vorkommen, die ich besuchen durfte, teilweise weil die Bilder übermächtig sind oder die Botschaft im Film keinen Zweifel mehr an der Zerstörung lässt - die WIR diesem Planeten zufügen.

Schaut Euch den Film HOME an - im Kino, auf DVD, bei YouTube - zieht Eure Schlüsse!

Englische Version des Films mit deutschen Untertiteln (bei YouTube):
http://www.youtube.com/homeprojectDE

Samstag, 23. Mai 2009

Kurze Reise in die Südheide


Letztes Jahr war es zu dieser Zeit die Südinsel Neuseelands, dieses Jahr die Südheide Deutschlands. Etwas bescheidener und deutlich kürzer war der Kurztripp in die Region um Celle herum. Bei schönem Wetter aber durchaus eine kleine Reise wert.

Von Hamburg braucht man mit der Bahn nur eine Stunde und befindet sich inmitten einer historischen Stadt mit scheinbar unendlich vielen Fachwerkhäusern. Meine besondere Empfehlung gilt allerdings bei gutem Wetter dem Schloßpark und dem Französischen Garten. Hier gibt es zwar kein Fachwerk, dafür aber viele bunte Blumen und viel Grün.

Dienstag, 5. Mai 2009

Reign over me - Film des Tages

Reign over me (Die Liebe in mir). Irgendwie kann ich den Film nicht wirklich beschreiben - ich finde leider nicht die passenden Worte. Es ist eine schön erzählte und überraschend beeindruckende Geschichte. Daher meine Empfehlung: ausleihen und anschauen!

Montag, 4. Mai 2009

Hamburg Ausflug - Häfen und Gärten

Die neue S-Bahn-Verbindung zum Airport ist wirklich ein Gewinn. Dies weniger wegen der Aussicht während der Fahrt, vielmehr wegen der enormen Bequemlichkeit und dem Zeitgewinn im Vergleich zur bisherigen Bustour zum Flughafen. Nach einem kleinen Rundgang im Flughafen bin ich dann wieder raus. Diesmal mit der S1 zum "Botanischen Garten" in Klein Flottbek.


Ganz nebenbei haben sich auf der Fahrt Richtung Westen auch die fiesen Regenwolken nicht mehr blicken lassen. Es war zwar etwas kalt für einen wirklich langen Aufenthalt im Garten, aber die Zeit dort war sehr entspannend.

Zum Abschluss der heutigen Tour habe ich mir nochmal die "Hafen City" vorgenommen. Hier war ich schon seit fast zwei Jahren nicht mehr und es soll sich seitdem einiges getan haben. In Sydneys "Darling Harbour" hat mich vergangenes Jahr sehr vieles an das Hamburger Großprojekt erinnert. Es hat sich tatsächlich wieder was getan. Heute waren zwar nicht die Wochenend-Besuchermassen da, aber ich habe immer mehr den Eindruck, dass dieser Bereich Hamburgs langsam mit Leben gefüllt wird. Es stehen nicht nur moderne Bauten rum, sondern mittlerweile sind auch Leute darin. Ich bin gespannt, wie es dort weitergeht...

Montag, 8. Dezember 2008

Berlin und wieder ein Jahr älter


Berlin, ein Besuch in der Hauptstadt. Nur ca. 1,5 Bahn-Stunden von Hamburg entfernt und doch eine ganz andere Großstadtwelt. Jedes Mal, wenn ich in dieser kaiserlichen Stadt unterwegs bin, kann ich kaum glauben, dass Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands, nach Berlin, sein soll.

Spannend ist es bei den Bären immer wieder. Besonders das Frühstück mit Wiebke, Joachim und Bärbel bei "Fridas Schwester" war diesmal den Ausflug wert. Das Café/Restaurant in der Nähe des Hackeschen Marktes war perfekt für das Geburtstagsbrunchen.

Diesmal war das Wetter allerdings etwas trüb - was erwartet man wohl im Dezember. Erst mit zunehmender Dunkelheit wirkten die weihnachtlich beleuchteten Straßen, Plätze und Gebäude freundlicher und trotz Kälte machte es dann Spaß durch Berlin Mitte zu wandern. Aber jedes Einkehren in einem Museum oder ein anderes Gebäude waren von uns gern genutzte Möglichkeiten zum Aufwärmen.

Daher war von mir ursprünglich ein Besuch auf der Museumsinsel vorgesehen. Dort angekommen, waren wir allerdings doch nicht in der Laune für "alte Meister und Tonscherben" und sind stattdessen zunächst zu einer kleinen Galerie an der Oranienburger Straße gewandert, um dort ein paar Euro in drei kleine Leinwände mit aktueller Comic-Kunst von Andreas Bartos zu investieren. Anschließend ging es drei S-Bahn-Stationen weit zum Martin-Gropius-Bau. Dort konnten wir noch spannende fotografische Eindrücke von Richard Avedon und Robert Lebeck bestaunen (danke für den Tipp, Joachim :-).

Das war wirklich wieder die kleine Reise wert.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Reisegepäck - man braucht weniger, als man denkt

Es kann ja sein, dass dieser Blog auch von Leuten gelesen wird, die auch eine längere Reise (evtl. auch eine Weltreise) machen wollen und noch nicht so recht wissen, was denn nun alles ins Gepäck sollte. Daher habe ich jetzt mal aus meiner Erfahrung die Sachen aufgeführt, die ich benötigt habe.

Die notwendige Kleidung und Ausrüstung hängen natürlich von den Regionen ab, in die man reisen möchte und welche Aktivitäten dort so geplant sind. Wir hatten nicht vor, großartigen Extremsport zu betreiben, hatten allerdings schon sehr unterschiedlich geartete regionale Bedingungen (Thailand, Kambodscha, Tasmanien, australische Ostküste, Northern Territory, Neuseeland Nord- und Südinsel, Hawaii, Nord-Kalifornien), daher mussten wir etwas flexibel sein. Zudem sind wir mit sehr unterschiedlichen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen, wobei z.B. zu bedenken ist, das man bei Inlandsflügen oder mit bestimmten Zügen für "Übergepäck" dazuzahlen muss und andere Transportbedingungen bestehen, als bei internationalen Flügen oder bei Eisenbahnreisen in Deutschland.

Grundsätzlich sollte man eh nicht mehr als 20 + 5KG im Koffer/Rucksack und Tagesrucksack mit sich herumtragen. Ich bin mit 18 + 4KG gestartet und es ist während der Reise durch einige zusätzliche Anschaffungen (warme Jacke, warme Unterwäsche, T-Shirts, Gitarre etc.) immer mehr geworden...

Viele Dinge kann man bei Bedarf vorort kaufen und später wieder verkaufen, tauschen, verschenken oder mit der Post nach Hause senden - die muss oder sollte man nicht permanent mit sich herumschleppen.
Und ganz wichtig für die Reduktion des Gepäcks: nahezu überall findet man eine günstige Möglichkeit um Wäsche zu waschen.

Neben dem später aufgeführten "Standardgepäck" hätte ich auf einige Sachen auf keinen Fall verzichten wollen/können (das ist aber ein sehr persönliches Top-Ranking):
  • Tagesrucksack
  • Notizbuch (Reisetagebuch)
  • Digitale Fotokamera
  • iPod (für Musik, Hörbücher und Foto-Backups)
  • Trekking-Schuhe
  • Crocs (und ich war vor der Reise nicht gerade ein Freund von diesen Teilen ;)
  • Wandeltücher (die Teile kann man als Halstuch oder Kopftuch nutzen - klein und super)
  • Zip-Hose (lange und kurze Hose in einem)
  • gute Socken (ich kann hier auf jeden Fall die "Falke" Sport-Socken empfehlen)
  • Titanium Reisebesteck (Super leicht und in manchen Unterkünften unglaublich kostbar)
  • kleiner leichter Kunststoff-Faltbecher (sieht nicht schick aus ist aber super)
  • Reisepass + Tickets (das sollte selbstverständlich sein ;-)
  • Kreditkarte, EC Karte
Standardgepäck:
  • Rucksack (65+5 Liter) + Regenschutz
  • Tagesrucksack (ca. 20 Liter)
  • Packsäcke (verschiedene Größen und Farben)
  • Wasserdichter Packsack von "Ortlieb"
  • leichter Kunstfaser Schlafsack (Komfortbereich bis 10°C)
  • Schlafsack Inlay aus Seide
  • Alukochtopf mit Abdeckung (gleichzeitig als Schneidebrett verwendbar)
  • Kunststoff Faltbecher (s.o.)
  • Titanium Reisebesteck (s.o.)
  • Trockentuch
  • einfaches Schweizer Taschenmesser
  • Minitaschenlampe (Maglite)
  • Kompass (manchmal zur Orientierung gut)
  • Reiseapotheke (den Hausarzt nach dem notwendigen Inhalt fragen)
  • Kulturbeutel (der kann mehr Platz wegnehmen, als man zunächst denkt ;)
  • zwei kleine Reisehandtücher (Strandtücher kann man meist vorort leihen oder günstig kaufen)
  • leichte Regenjacke oder Softshell
  • Regenponcho (die billige Variante - für den Tagesrucksack)
  • Sweat-Jacke/Fleece-Jacke (überall gibt es mal kalte Tage oder Nächte)
  • Zip-Hose (s.o.)
  • Jeans
  • T-Shirts (Kurzarm, Langarm)
  • Hemden
  • Schlafhose
  • Unterwäsche
  • Socken (s.o.)
  • Wandeltücher (s.o.)
  • Mütze (als Sonnenschutz)
  • leichte Handschuhe (die kamen in NZ dazu)
  • warme Funktions-Unterwäsche (die kam in NZ dazu)
  • Trekkingschuhe (s.o.)
  • Flip Flops oder Crocs (s.o.)
Persönliches:
  • Nintendo DS mit ein paar Spielen
  • Reisegitarre mit Gigbag (habe ich aber erst während der Reise gekauft)
  • 1- 2 Bücher (die kann man auch unterwegs kaufen und tauschen und Hörbücher sind auch eine tolle Alternative)
  • Dokumente (Reiseversicherung, Impfausweis, int. Führerschein, Reisepass, Tickets etc.)
Was ich mit hatte und wirklich nicht gebraucht habe:
  • Thermo Schlafunterlage (ich musste nirgendwo auf dem Boden schlafen)
  • Esbit-Kocher (darf eigentlich garnicht ins Fluggepäck - bei Bedarf vorort kaufen!)
Ich hoffe, jetzt hab ich nichts wichtiges vergessen. Aber ein "Doublecheck" von einem weiteren Weltreisenden ist nie verkehrt ;-)

Rettung von Wiebkes "Blue Mountains" Bildern

Es hat tatsächlich funktioniert. Die Bilder von Wiebkes kaputter SD-Card sind fast alle wieder da.

Dank der Empfehlung eines freundlichen Mitarbeiters aus dem Apple-Store in der hamburger "Schanze" hab ich die Wiederherstellung der Bilddaten mit dem Windows-Programm "pc inspector smart recovery" vornehmen können. Das hat zwar bei der 4GB Karte einige Stunden laufen müssen, aber dafür hat es geklappt - die paar hundert fotografischen Eindrücke der blauen Berge sind somit gerettet :))

Samstag, 12. Juli 2008

"Wo war es am schönsten?"

Die Fragen, die mir in den vergangenen Tagen am häufigsten gestellt wurden sind: "Wo war es am schönsten?" oder "Wo hat es Dir am besten gefallen?". Die Antwort ist relativ einfach: Ich würde in jedes der Länder wieder reisen. Und einige der schönsten Momente waren die in der australischen und neuseeländischen Wildnis. Auch nachts war es da beeindruckend - so viele Sterne hab ich noch nie gesehen :-))

Allerdings war Australien das wohl spannendste Reiseziel. Die Vielfalt der Eindrücke dort ist eh mit anderen Kontinenten zu vergleichen - das "Land" Australien ist ja schließlich auch der größte (Überwasser)-Teil des ozeanischen Kontinents.

Der einzige Unterschied zu anderen Kontinenten ist, dass es überwiegend britisch kolonialisiert wurde. Die Kultur war für mich nur dort wirklich spannend, wo man auf die Kultur der Ureinwohner trifft, sofern noch etwas davon übrig geblieben ist - ich finde meine Metapher mit der Würgefeige noch immer sehr passend.

Die wahre Schönheit Australiens liegt eh in der vielfältigen und weitläufigen Landschaft. Und das dies heute noch so ist, können wir wohl ausschließlich den "Aboriginals" verdanken, die Jahrtausende im Einklang mit dieser Natur gelebt haben.


Aber: Sowohl die Natur auf Neuseelands Südinsel und Teilen der Nordinsel, wie auch die Kultur Thailands und die Lebensfreude der Hawaiianer waren die weite Reise wert. Und das "San Francisco" eine Reise wert ist wusste ich ja schon ;-)

Freitag, 27. Juni 2008

North Shore

Diesmal waren die zwei Stunden mit "TheBus" zum "North Shore" wirklich lang. Leider war die Fahrt in den Norden der Insel landschaftlich nicht ganz so spannend und die Fenster der Busse laden nicht immer zum Herausschauen ein - weil auch hier daemliche Vandalen die Busse verschanden.

Die Straende an der Nordkueste sind allerdings wirklich schoen und ziemlich leer. Im Sommer ist es hier aber weniger spannend, da die grossen Wellen nicht da sind und somit auch keine Surfer. Daher kann ich nur jedem empfehlen, der von Waikiki aus in den Norden will, mit dem Auto oder mit einer Coach-Tour dorthin zu fahren. Der oeffentliche Bus ist definitiv nicht die erste Wahl...

Mittwoch, 25. Juni 2008

Polynesian Cultural Center

Was die Amerikaner wirklich raus haben: Ausstellungskonzepte.

Das "Polynesian Cultural Center" ist wirklich einen Besuch wert. Wir haben mit dem "TheBus" zwar gut zwei Stunden von Waikiki dorthin gebraucht (und die gleiche Zeit zurueck), aber dafuer konnten wir viel von der Ostkueste sehen und die Fahrt hat sich gelohnt. Ich hab tolle neue Eindruecke der Polynesischen Voelker mitgenommen und wir hatten viel Spass in den sieben "Villages" des Centers.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Lake Tekapo und Mount John

Zunaechst war ich etwas enttaeuscht von unserer neuen Station am Lake Tekapo. Ein netter See, ein netter Miniort, aber irgendwie kaum mit "Mt. Cook" zu vergleichen. Nach dem heutigen Walk zur Spitze des Mount John >Hej Yoyo, da hat man doch tatsaechlich einen Berg nach Dir benannt ;)<, der zunaechst meilenweit durch eher eintoenigen Nadelwald und ohne besondere Aussicht immer nur bergauf ging, bin ich doch wieder versoehnt.

Eine wirklich tolle Aussicht ueber die weite, Gletscher geformte Ebene in der sich der "Lake Tekapo" befindet. Und zusaetzlich ein wirklich empfehlenswertes Cafe mit ebenfalls toller Aussicht, betrieben vom "Earth & Sky Observatory", das dort oben einige Himmels- und Erdbeobachtungsanlagen stehen hat.
Dieser Ort eignet sich sehr gut zum Ausruhen und Gedanken schweifen lassen...

Montag, 9. Juni 2008

Ruhe am Mount Cook

Nach der Küste wieder zurück in die "Southern Alps". Die Route zum "Mount Cook" war landschaftlich klasse und weitaus weniger kurvig als ich dachte. Der Ort "Mt. Cook" liegt nämlich versteckt am Rand einer weiten Ebene, nicht hoch in den Bergen. Anders als gedacht, ist dies auch kein wirklicher Skiort - aber Heliskiing auf dem Gletscher mit tollem Tiefschnee ist hier möglich. Da meine Erfahrungen mit Tiefschnee noch immer eher dünn und mit unangenehmen Erinnerungen an Skiverluste verbunden sind, ist das aber nix für mich. Also kein Skifahren in Neuseeland. Nun ja, ich hab davon gehört, dass es auch in Europa ein paar nette Skigebiete gibt ;))

Der Ausflug zum höchsten Berg Neuseelands hat sich trotzdem gelohnt. Es war echt schön hier. Und aufgrund der Jahreszeit war es auch sehr ruhig. Das winterliche Wetter lockt eben doch nicht so viele Wanderer. Die Wanderwege, die wir genutzt haben waren zum Teil schon ziemlich eisig und glatt. Aber dafür ist alles etwas beschaulicher. Eigentlich ein Ort zum länger verweilen oder zum wiederbereisen...

Mittwoch, 4. Juni 2008

Milford Sound - Fiordland

Ein perfekter Tag mit Tour zum und am Milford Sound :-)))

Die Strecke zum Milford Sound gehört nicht grundlos zu den schönsten Autotouren der Welt.

Es macht etwas nachdenklich, dass die Straße scheinbar nur aufgrund der tollen Natureindrücke existiert - damit Touristen, wie wir, an diesen teilhaben können. Aufgrund unserer mangelnden Trekking-Erfahrung wäre die Strecke zum Sound quer durch die Berge für uns zu Fuss allerdings viel zu gefährlich gewesen. In diesem Fall muss ich wohl sagen: Es ist tatsächlich beeindruckend schön durch die Täler und an den Bergen vorbei zu diesem wunderbaren Fjord fahren zu können. Gerade hier wurde ich mal wieder daran erinnert, warum wir als moderne Menschen nicht nur Städte, Gewerbegebiete und Nutzland brauchen - sondern insbesondere viel Natur.

Montag, 2. Juni 2008

Endlich "Neuseeland"

Eines schonmal vorweg: die Suedinsel ist mein "Neuseeland". Das ist jetzt vielleicht etwas unfair all den Eindruecken gegenueber, die ich bisher auf der Nordinsel sammeln durfte, aber die letzten Tage haben mein (Natur-)bild von Neuseeland wieder zurechtgerueckt.

Von Queenstown ging es mit dem "TranzAlpine" nach "Greymouth", dann per Bus bis zum "Franz Josef Glacier" und zwei Tage spaeter weiter bis "Queenstown".

Die Zugfahrt bekommt von mir alle moeglichen Sterne fuer landschaftliche Eindruecke und einen besonderen Stern fuer die offenen Aussichtsplattformen - die machen sogar bei der aktuellen Kaelte Spass. Leider kann man die Eindruecke bei solchen Fahrten ja verhaeltnismaessig schlecht in Bildern festhalten, versucht hab ich es trotzdem. Demnaechst gibt es wieder ein Update der Bilder, derzeit ist die Webverbindung hier zu langsam.

Die weitere Tour von "Greymouth" bis "Franz Josef" und "Queenstown" war die nette Fortsetzung von den Natureindruecken. Die Westkueste der Suedinsel ist super. Waehrend der Tour bin ich trotz des recht wechselhaften Wetters kaum aus dem Grinsen ueber die tollen landschaftlichen Szenerien rausgekommen - der "Joker" laesst schoen gruessen ;))

Bald gibt es ein paar Bildeindruecke dazu... bis dahin viele Gruesse aus dem "Nebelgebirge" :-)

Donnerstag, 24. April 2008

Rainy Day in Sydney - Newtown

Es regnet wieder. Einige ganz schoene Schauer, die da seit heute morgen vom Himmel runterkommen. Dabei hat der Wetterbericht nur 1-2 Schauer angekuendigt. Na ja.

Ich habe trotzdem nochmal die neue Gegend erkundet. Den alten "Camperdown Cementery", der Friedhof rund um St. Stephen's, hab ich gleich um die Ecke. Und da es mir diese alten Friedhoefe irgendwie angetan haben, bin ich trotz Regens hin. Zum Glueck hat der dann auch erstmal etwas nachgelassen, bis ich einige Eindruecke sammeln konnte. Die Graeber bzw. Grabsteine sind zum grossen Teil ueber 100-150 Jahre alt und die Inschriften verdeutlichen mir mal wieder, dass ich in der damaligen Zeit definitiv schon zu den "Alten" gehoert haette. Nur kurze Zeit zum Gruebeln, denn dann ging der Regen richtig los und ich hab erstmal einige Zeit trockenen Unterschlupf in einer Kirchentuernische gefunden. Da kann man aber auch wunderbar sinnieren, wie ich festgestellt habe :-) und bei der Gelegenheit ist mir in Zusammenhang mit den vielen Gedanken ueber Natur, Aboriginals, Besiedelung, Fortschrittsglauben etc. pp. mal wieder ein Vers eines alten "Fury" Songs eingefallen: "Down there are still people who think, that mankind is the most important thing"... Ist schon spannend, auf was man in der Naehe von alten Grabstaetten so alles kommt...

Die anschliessende Tour durch die King Street hat mir dann mal wieder die bunten Seiten von Sydney gezeigt. Jede Menge kleine Laeden, Gallerien, Cafes, Restaurants, Plattenlaeden, Streetart... Besonders im direkten Vergleich zu Sydneys Innenstadt, Individualismus pur - hier ist auch einer der "Crumpler" Stores, wo man beim Naehen von individuellen Taschendesigns zuschauen kann. Das ganze Viertel ist irgendwie wie Hamburgs Schanze und Karoviertel - inklusive "Invasion of the Yuppies". Eine absolute Empfehlung fuer alle, die Sydney von einer weniger touristischen Seite entdecken wollen. >Christiane, in dieser Ecke haettest du bestimmt viel Spass mit inspirierenden Eindruecken ;-)

Donnerstag, 10. April 2008

Tschuess Reef

Dem Great Barrier Reef sagen wir heute Tschuess und "seeyou". Ich habe gestern nochmal die Gelegenheit genutzt und bin ins Reef aufgebrochen - erste Taucherfahrungen sammeln und nach Green Turtles Ausschau halten. Wiebke hat stattdessen noch einmal den Regenwald besucht.

Die Rifftour habe ich diesmal mit einem kleinen, etwas aelteren Boot gemacht ("Compass"), damit die Tour mit Tauchgaengen nicht zu kostspielig wird. Und ausserdem wollte ich gerne zu Tauchspots, wo man Turtles sehen kann. Verglichen mit der "Silverswift"-Tour war das schon eine etwas andere Erfahrung und ich wuerde sie all denen empfehlen, die etwas aufs Geld achten wollen und trotzdem bunte Fische, Korallen und evtl. Schildkroeten sehen wollen.

Und die Turtles waren tatsaechlich da. Allerdings fuer den Schnorchler zu tief unten. Wir haben beim Tauchen welche in ca. 5-6m Tiefe gefunden. Und die Dickpanzer unter Wasser treffen zu koennen ist wirklich super. Und scheinbar haben die auch ihren Spass mit den Tauchern - habe ich mir sagen lassen ;-)

Und gleich geht es weiter Richtung Darwin - das Northern Territory erkunden.

Samstag, 5. April 2008

Unterwasserwelt - Great Barrier Reef

Wir waren im REEF. "Just Snorkeling", aber das allein war schon eine der beeindruckensten Erfahrungen, die ich bisher in neuen Welten gemacht habe. Eine voellig andere, bunte, lebhafte, spannende und etwas gefaehrliche Welt (die Haie und Quallen haben sich aber zum Glueck dezent zurueckgehalten).

Ich muss zugeben, dass ich bisher kaum Landschaften gesehen habe, die mich so beeindruckt haben, wie diese unterhalb der Wasseroberflaeche. Und das ist nur ein winziger Teil von dem "da unten". Wow. Das macht Lust auf mehr. Vielleicht gehe ich da in ein paar Tagen nochmal runter...

Unsere Tour haben wir von Cairns aus mit "Silverswift" zu drei schoenen Tauchspots im aeusseren Reef gemacht. Dafuer hab ich mir noch eine Unterwasserkamera bei einem Spezialanbieter in Cairns ("Digital Diver") ausgeleihen. Die 45 A$ waren wirklich jeden Cent der Leihgebuehr wert - find ich jedenfalls...

Dienstag, 25. März 2008

Australia Zoo - Das hat sich echt gelohnt :-)

Der Australia Zoo ist eigentlich eher eine Art Wildpark mit bedrohten Tierarten aus Australien und Suedostasien. Ich hatte das erste mal im Zoo den Eindruck, dass hier etwas fuer die Erhaltung von Arten in einer verhaeltnismaessig grossraeumigen, artgerechten Umgebung getan wird. Sicherlich ist der Rummel um den kuerzlich verstorbenen Direktor noch ueberall im Zoo sichtbar, aber das ist bei einer solchen (durchaus umstrittenen) Persoenlichkeit wohl kein Wunder.
Ich fand den Tag im Australia Zoo beeindruckend - nicht wegen der Artenvielfalt, sondern besonders wegen der grosszuegigen Gehege, der tollen (kind- und non-nativ-speaker-gerechten Hinweise) und der vielen hilfreichen Zoo-Mitarbeiter, die im Zoo unterwegs waren. Ein absolut lohnenswerter Ausflug.

Montag, 17. März 2008

Elton in Port Arthur

Elton hat uns auch nach Port Arthur begleitet und war, wie wir, sehr erstaunt ueber die Gefaengnisgeschichte dieses Ortes, die er dort "erleben" konnte.

Als Experiment eines neuen Strafvollzugs mit Resozialisierungsidee war Port Arthur im 19ten Jahrhundert offensichtlich eine Neuerung, die man heutzutage nur schwer nachvollziehen kann - da die "ausprobierten" Methoden zum Teil ziemlich heftig wirken.
Vorort bekommt man dann doch ein anderes Bild, als es jede Beschreibung erlaeutern kann. Dennoch, insbesondere die Isolationszellen und einige der Geschichten, der aus Britanien deportierten Gefangenen, hinterlassen einen tiefen Eindruck...

Die Fahrt zur Tasman Peninsula, an deren suedlichem Ende Port Arthur liegt, lohnt sich allerdings nicht nur wegen der geschichtlichen Eindruecke. Hier haben wir im "Tasmanian Devil Conservation Park" endlich ein paar Devils gesehen, da die kleinen Teufel zum Glueck sehr scheu sind und somit in freier Wildbahn nur mit seeehr viel Geduld zu entdecken sind. Und der Eindruck, den die kleinen Biester hinterlassen, ist auch sehr zwiegespalten.

Jedem Tasmanien-Reisenden kann ich ein paar Tage in dieser Ecke der Insel wirklich sehr empfehlen.

Freitag, 15. Februar 2008

Sydney - Schönste Stadt der Welt? - Ja!

Meine Top3-Liste der schönsten Städte der Welt hat nun einen neuen Spitzenkandidaten. Sehr dicht gefolgt von Hamburg und Stockholm ist dies Sydney. Die ersten Eindrücke nach ein paar Tagen herumstreifen sind beeindruckend. Obwohl sich die Stadt nicht gerade mit Paradewetter präsentiert, ist es hier echt toll - besondere schön sind die Parks und die vielen Buchten und tollen Plätze zum Entspannen. Vielleicht liegt der positive Eindruck auch daran, dass alles viel kleiner wirkt, als ich es von einer 4 Millionen Einwohner starken Stadt erwartet habe - jedenfalls was den inneren Kern der Stadt betrifft (ganz ähnlich, wie in Hamburg). Bisher konnten wir nahezu alles zu Fuss erkunden - und haben viele Ecken gefunden, die stark an meine bisherige Lieblingsstadt erinnern (Kings Kross ist sogar sowas wie St. Pauli und die Schanze). Wenn man mal weiter raus will, kann man problemlos die Bahnen, Busse oder Fähren nutzen (mit einem Wochenticket ist das auch finanzierbar).

Die Fähre nach Manly (das ist wie Sylt für die Hamburger) braucht nur 30 min. und startet quasi direkt neben der Oper. Den kleinen Tripp haben wir auch schon ausprobiert und sind vom Surferstrand bis in die Klippen gelaufen - alles nah beieinander und entspannt zu erreichen - Super! Allerdings sind uns dann auf dem Rückweg die netten kleinen Achtbeiner aufgefallen, die ihre recht großen Netze in die Bäume und Sträucher weben - ein wenig mulmig wird einem da schon - wir haben es aber beide überlebt.

Der einzige Wehmutstropfen bisher sind die doch unerwartet hohen Preise. Aber was haben wir da wohl erwartet, bei einem Land, das in der industriellen Entwicklung Europa und Nordamerika so ähnlich ist. Der Preisschock kommt wohl eher durch die "verdorbenen" sechs Wochen in Thailand und Kambodscha zustande. Eine Annäherung an diese Preise erreicht man selbst in Sydneys Chinatown nicht mal ansatzweise.

Wir nutzen ja überwiegend die günstigeren Unterkünfte auf unserer Reise und versuchen mit wenig Geld auszukommen. Das wird uns hier wohl trotz dieser Strategie nur mäßig gelingen, aber Hauptsache wir erleben was vom Land - wie auch immer... ;)

Unsere erste Unterkunft in einem 4-Bett-Zimmer im "WoodDuck Harbour City Backpackers" ist eine kleine Reise in eine "etwas" zurück liegende Vergangenheit. Ok ist sag mal: so war ich nie, vielleicht auch nie so jung wie 99% unserer Mitbewohner (Jens, wie war das noch gleich, wann werden wir beiden 40 - dieses Jahr :)) Trotz der seltsamen Herausforderung im Backpackers-Milieu, es macht auch irgendwie Spaß. Wir werden morgen trotzdem in ein 2-Bett-Zimmer umziehen!

Reisetipp: Ich kann jedem europäischen Australien-Reisenden sehr empfehlen die notwendige Reise-Ausstattung mitzubringen (besonders Speicherkarten für Kameras oder Modeartikel kosten hier ähnlich viel oder sogar einiges mehr). Rucksäcke und Textilien kann man im Zweifelsfall bei einem Zwischenstopp in Bangkok günstig kaufen - aber nicht im Backpackers Paradise Australien!