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Donnerstag, 23. Juli 2009

Frühstück mit Kängurus

Derzeit höre ich in der wenigen Zeit, die ich für Freizeit übrig habe, Bill Brysons "Frühstück mit Kängurus". Vor Jahren habe ich mal mit der Printversion angefangen. Ich hab gelesen und irgendwann mitten im Buch damit aufgehört. Das war vor der Reise in das große Land, den Kontinent, die größte Insel der Welt, am anderen Ende unserer Weltsicht. Aufgehört hab ich vermutlich, weil ich mir das doch alles nicht so recht vorstellen konnte.

Nun merke ich, dass Reiseliteratur für mich nur im Land während des Reisens oder nach der Reise funktioniert. Vielleicht fehlt mir die Vorstellungskraft, um mir so etwas wie Australien oder andere fremde Länder ganz ohne Bilder und nur im Geiste auszumalen. Vielleicht ist es aber auch einfach viel besser dort hinzureisen, Eindrücke ganz selbstständig zu sammeln und dann beim lesen oder hören eines Reiseberichtes zu denken "Ja, so war es, so ist es, genau so!"

So kann ich mich über die eigenen Erlebnisse freuen :-) Im Fall von Bill Brysons Reisebericht passiert das sehr häufig und deshalb macht mir das (Hör-)Buch jetzt auch vielmehr Spaß. Scheinbar hat auch jedes Buch eine passende und eine unpassende Zeit - wie vielleicht alles im Leben.

Samstag, 25. April 2009

Zeitsprung – 25.04.2008 – Anzac Day in Sydney


Heute wird in Australien der Anzac Day gefeiert. Es wird den Opfern und Veteranen der Kriege gedacht und insbesondere an den ersten verlustreichen Einsatz von Soldaten aus AUS und NZ in einem der Weltkriege. Am 25. April 1915 waren australische und neuseeländische Truppen bei der Landung auf Gallipoli in der Türkei im Einsatz. Die Alliierten wollten mit der Türkei einen der deutschen Verbündeten attackieren, scheiterten jedoch und hatten hohe Verluste zu beklagen.

Vor einem Jahr war ich in Sydney unterwegs. Die Sonne wurde von den vielen Wolken am Himmel häufiger mal durchgelassen und ich war wie viele andere Menschen auch, insbesondere an den Wassersäumen der Stadt unterwegs. Die Stimmung an diesem Tag hatte etwas bedächtiges. Ich kann nicht sagen warum, aber der Tag war kein normaler freier Tag, er wurde "bedacht", das Gedenken war spürbar. So kam es mir damals vor. Ich konnte Menschen beobachten, die sinnierend übers Wasser schauten, als wenn sie ein fernes Ereignis wieder nah an sich heran holen würden – an etwas denken würden, das nicht in Vergessenheit geraten darf. Vielleicht war dies nur mein Eindruck – aber er hat sich in meiner Erinnerung festgesetzt.

Es gibt Situationen in der Geschichte und im Leben, die scheinen sich zu wiederholen, egal was man versucht dagegen zu tun. Manchmal hilft es aber, sich dessen bewußt zu sein und somit eine Wiederholung zu verhindern. Wenn dies sehr viele tun, bleiben schmerzhafte Erfahrungen vielleicht Vergangenheit.

Dafür sind Gedenktage wohl da – um sich zu erinnern, nachzudenken und daraus zu lernen.

Mehr Foto-Eindrücke vom zweiten Sydney Stopp in meinem flickr-Fotoalbum.

Dienstag, 10. März 2009

Zeitsprung - 10.03.2008 Tasmanische Wildnis

Hamburg hat derzeit nur viel Wasser von oben zu bieten - jedenfalls in Bezug auf Outdoor-Aktivitäten. Daher gibt es wieder einen kleinen Zeitsprung ins Jahr 2008.


Die tasmanische Wildnis: Wild, weit, beeindruckend schön. So haben wir es empfunden, als wir einen Eindruck von dem Leben auf der kleinen südlichen Schwesterinsel des australischen Kontinents gewinnen durften.

Insbesondere die Zeit am Cradle Mountain und Lake St. Clair waren von wunderbaren Tagestouren durch die Berglandschaft geprägt. Wir konnten Landschaften entdecken, wie sie kein Schulbuch jemals beschreiben kann - vielfältig und beeindruckend. An diesem Fleck der Erde habe ich nachts den schönsten und klarsten Sternenhimmel sehen dürfen, an den ich mich erinnern kann. Allein die Nordlichter auf Island waren noch beeindruckender - für die hab ich mir damals auch nahezu freiwillig die Nase abfrieren lassen ;-).

Die Sonnenaufgänge am Lake St. Clair waren wunderschön und unglaublich ruhig. Ein Ort an dem ich wirklich mal wieder zu mir selbst gefunden habe. Ein Erlebnis, an das ich mich hier im lebhaften Hamburg immer wieder gerne erinnere - und mit temporären Gedankenflügen auch gerne wieder zum Leben erwecke.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zeitsprung - 24.02.2008 Blue Mountains

Nachdem ich nun Franks Blogeintrag zu den Blue Mountains gelesen habe, muss ich sagen: Glück gehabt! Damit meine ich allerdings Wiebke und mich. Als wir vor einem Jahr auf der Aussichtplattform vor den "Three Sisters" standen eröffnete sich uns ein unglaublicher Blick über ein Tal, das scheinbar unendlich weit mit Eukalyptus-Bäumen bewachsen ist.

Die paar Tage in den Blue Mountains waren eine absolute Erholung für uns. Nach den Stadterfahrungen im hektischen Bangkok und dem vergleichsweise ruhigen Sydney waren die Naturerfahrungen in den Canjons und Schluchten, bei Wasserfällen und in beindruckend weiten Wäldern ein toller Ausgleich.

Ich musste vor dem Genuss der Landschaften allerdings in der "No. 14" zunächst eine der kältesten Nächte, an die ich mich erinnern kann, durchstehen. Wir hatten kurzfristig gebucht und zum Glück noch ein Zimmer in diesem kleinen, wirklich schönen Hostel bekommen. Das Zimmer für die erste Nacht lag aber leider zur kühlen Hangseite des Hauses und wollte einfach nicht richtig warm werden. Warum ausgerechnet Wiebke in der Nacht schlafen konnte, während ich mich überwiegend vor dem Kamin des Hostels aufgehalten habe, ist mir immer noch ein Rätsel. Denn: "So kalt war es noch nie!" – obwohl tagsüber Temperaturen um die 20° C herrschten. Die anschließenden Nächte haben wir zum Glück ein wärmeres Zimmer in der oberen Etage der "No. 14" bewohnen dürfen, das tagsüber von der Sonne aufgewärmt wurde. Von da an war es nur noch Klasse in den "Blue Mountains".


Mehr Foto-Eindrücke aus den Blue Mountains in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Zeitsprung - 11.02.2008 Ankunft in Sydney


Jetzt sind Frank und Daniela also gerade in Sydney. Dort wo Wiebke und ich genau vor einem Jahr in Australien gelandet sind, um den Kontinent auf der anderen Seite der Erdkugel zu erkunden, zu bereisen, uns ganz neuen Bedingungen zu stellen.

Wir haben es damals seltsam gefunden, wenn uns jemand gesagt hat, er "beneide uns". Mittlerweile kann ich es nachvollziehen. Aber eigentlich hat diese Redewendung wohl wenig mit wirklichem Neid zu tun. Vielmehr ist es der Versuch deutlich zu machen, dass man die Aktion, die Reise, den Schritt des Anderen bewundert oder sogar weiß was er bedeutet - in diesem Fall eine riesige Menge an neuen Erfahrungen. Erfahrungen, die man gerne selber machen würde oder sich noch gut daran erinnern kann, sie gemacht zu haben...

Ja, ich beneide die beiden Reisenden um die Monate in Australien und Neuseeland. Macht was Gutes daraus! Ich denk an Euch :-))

Mehr Foto-Eindrücke von den Tagen in Sydney in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Moderne Technik

Nachdem sich ja mein letztes mobiles Handfunkgerät kurz nach der Ankunft in Australien "verabschiedet" hat, habe ich mir nun eine neue Kommunikationszentrale für die Hosentasche zugelegt - nein, kein iPhone, das muss noch warten bis man es auch ohne Zwangsvertrag mit der Telekom bekommt. Stattdessen hab ich nun einen Ur-Ur-Ur-Ur-...-Ur-Enkel meines ersten Nokia 6110 erstanden (bei soviel Ur komme ich mir jetzt auch noch mächtig alt vor).

Nun bin ich noch sehr weit davon entfernt, sämtliche Funktionen dieses kleinen Smart-Telefon-Dings ausfindig gemacht zu haben, geschweige denn sie zu nutzen. Aber ich neige ja dazu, solche technischen Spielsachen immer gleich ausprobieren zu wollen. Dank Kamera-Funktion, Web-Browser und UMTS/WLAN kann ich nun tatsächlich direkt vom Mobiltelefon Fotos auf meine "flickr"-Seite schicken. Ob ich das bei der Bildqualität tatsächlich will? Wohl eher nicht...

Vielleicht war es auch ganz gut, dass sich mein altes (Smart-) Telefon während der Reise schon so früh über den Jordan bewegt hat. Denn eines ist sicher, so tele-kommunikativ befreit wie in der australischen und neuseeländischen Wildnis habe ich mich schon seit Jahren nicht mehr gefühlt... und genau deshalb wird das neue Spielzeug auch in Zukunft häufiger mal abgeschaltet und/oder zuhause gelassen ;)

Samstag, 12. Juli 2008

"Wo war es am schönsten?"

Die Fragen, die mir in den vergangenen Tagen am häufigsten gestellt wurden sind: "Wo war es am schönsten?" oder "Wo hat es Dir am besten gefallen?". Die Antwort ist relativ einfach: Ich würde in jedes der Länder wieder reisen. Und einige der schönsten Momente waren die in der australischen und neuseeländischen Wildnis. Auch nachts war es da beeindruckend - so viele Sterne hab ich noch nie gesehen :-))

Allerdings war Australien das wohl spannendste Reiseziel. Die Vielfalt der Eindrücke dort ist eh mit anderen Kontinenten zu vergleichen - das "Land" Australien ist ja schließlich auch der größte (Überwasser)-Teil des ozeanischen Kontinents.

Der einzige Unterschied zu anderen Kontinenten ist, dass es überwiegend britisch kolonialisiert wurde. Die Kultur war für mich nur dort wirklich spannend, wo man auf die Kultur der Ureinwohner trifft, sofern noch etwas davon übrig geblieben ist - ich finde meine Metapher mit der Würgefeige noch immer sehr passend.

Die wahre Schönheit Australiens liegt eh in der vielfältigen und weitläufigen Landschaft. Und das dies heute noch so ist, können wir wohl ausschließlich den "Aboriginals" verdanken, die Jahrtausende im Einklang mit dieser Natur gelebt haben.


Aber: Sowohl die Natur auf Neuseelands Südinsel und Teilen der Nordinsel, wie auch die Kultur Thailands und die Lebensfreude der Hawaiianer waren die weite Reise wert. Und das "San Francisco" eine Reise wert ist wusste ich ja schon ;-)

Sonntag, 27. April 2008

Sydney - Waterside

Vom Wetter haengt ja doch eine Menge ab, wenn man auf Entdeckungstour geht. Eine Menge Wasser ist ja die letzten Tage von Himmel gekommen - angeblich etwas ungewoehnlich fuer diese Zeit. Aber das Wetter in Australien scheint ja zur Zeit eh etwas untypisch zu sein.

Am Anzac-Day (25. April) wurde es etwas sonniger und ich hab mir vorgenommen, Sydney nochmal von der Wasserseite aus anzugehen - also Beaches, Harbour und Ferries.

Heute ist nun der letzte Tag in Australien fast rum. War eine spannende Zeit hier und man koennte ohne Probleme noch einige Zeit auf diesem Kontinent verbringen. Aber ich freue mich jetzt auch auf "New Zealand". Hoffentlich spielt das Wetter dort auch gut mit - denn dort ist ja nun der Spaetsommer angebrochen und wir wollen uns wieder ueberwiegend der Natur in diesem Land widmen...

Donnerstag, 24. April 2008

Rainy Day in Sydney - Newtown

Es regnet wieder. Einige ganz schoene Schauer, die da seit heute morgen vom Himmel runterkommen. Dabei hat der Wetterbericht nur 1-2 Schauer angekuendigt. Na ja.

Ich habe trotzdem nochmal die neue Gegend erkundet. Den alten "Camperdown Cementery", der Friedhof rund um St. Stephen's, hab ich gleich um die Ecke. Und da es mir diese alten Friedhoefe irgendwie angetan haben, bin ich trotz Regens hin. Zum Glueck hat der dann auch erstmal etwas nachgelassen, bis ich einige Eindruecke sammeln konnte. Die Graeber bzw. Grabsteine sind zum grossen Teil ueber 100-150 Jahre alt und die Inschriften verdeutlichen mir mal wieder, dass ich in der damaligen Zeit definitiv schon zu den "Alten" gehoert haette. Nur kurze Zeit zum Gruebeln, denn dann ging der Regen richtig los und ich hab erstmal einige Zeit trockenen Unterschlupf in einer Kirchentuernische gefunden. Da kann man aber auch wunderbar sinnieren, wie ich festgestellt habe :-) und bei der Gelegenheit ist mir in Zusammenhang mit den vielen Gedanken ueber Natur, Aboriginals, Besiedelung, Fortschrittsglauben etc. pp. mal wieder ein Vers eines alten "Fury" Songs eingefallen: "Down there are still people who think, that mankind is the most important thing"... Ist schon spannend, auf was man in der Naehe von alten Grabstaetten so alles kommt...

Die anschliessende Tour durch die King Street hat mir dann mal wieder die bunten Seiten von Sydney gezeigt. Jede Menge kleine Laeden, Gallerien, Cafes, Restaurants, Plattenlaeden, Streetart... Besonders im direkten Vergleich zu Sydneys Innenstadt, Individualismus pur - hier ist auch einer der "Crumpler" Stores, wo man beim Naehen von individuellen Taschendesigns zuschauen kann. Das ganze Viertel ist irgendwie wie Hamburgs Schanze und Karoviertel - inklusive "Invasion of the Yuppies". Eine absolute Empfehlung fuer alle, die Sydney von einer weniger touristischen Seite entdecken wollen. >Christiane, in dieser Ecke haettest du bestimmt viel Spass mit inspirierenden Eindruecken ;-)

Mittwoch, 23. April 2008

Sydney - andere Ecken


Zurueck in Sydney. Irgendwie bekannt und doch wieder anders. Wir haben uns diesmal in Glebe bzw. Newtown eingemietet. Etwas alternativere Ecken und ein paar Kilometer raus aus der City.
Nach den heissen Tagen im Outback muessen wir uns hier nun mit einem kuehlen und regnerischen Sydney abfinden - der Winter haelt langsam Einzug, was man nicht zuletzt an der veraenderten Fussbekleidung vieler Frauen sieht - Steifel!

Ich nutze den heutigen Regentag mal intensiver fuer das Update des Blogs und einige Vorbereitungen fuer Neuseeland...

Dienstag, 22. April 2008

Abschied von Alice Springs

Diese Wuergefeigen sind ueberall rund um Alice Springs zu finden (hier im vertrockneten Flussbett des Todd River). Sie sehen spannend aus, aber irgendwie sieht man, dass da was nicht ganz richtig ist. Die toten Ueberreste eines anderen Baums sind immer irgendwie sichtbar. Fuer mich stehen sie schon symbolisch fuer die europaeische Kultur, die ganz allmaehlich die naturverhaftete Kultur der Ureinwohner des Kontinents umwuchert und langsam abwuergt.

In Alice Springs hatten wir den Eindruck, dass die Aboriginals nicht wirklich ein Teil dieser Stadt sind. Oder umgekehrt gesehen: dieser westlich, "amerikanische" Klon-Ort, gehoert nicht hierhin. Vielleicht genausowenig wie wir Reisende auf Entdeckungstour.

Spaetestens an diesem Ort faengt der ein oder andere Reisende vermutlich an, ueber Ursprung, Kultur, Natur, Veraenderungen, Modernisierung und Lebensweisen in dieser Region nachzudenken. Ich muss sagen, ich bin noch immer dabei...

Montag, 21. April 2008

Red Center - Der Weg zu den Geschichten der Berge

In Alice Springs sind wir ja schon mitten im Zentrum des Kontinents angekommen und die Eindruecke sind wiederum andere, als im Outback Darwins. Richtig spannend wird es allerdings erst nachdem man auch die "City Limits" dieser Stadt hinter sich gelassen hat. Hier faengt fuer mich das Bild von Australien an, dass ich mal im Kopf hatte und in den letzten Monaten Stueck fuer Stueck korrigieren durfte - dafuer ist dieses Land, dieser Kontinent einfach zu vielseitig.

Der Weg zum Uluru zieht sich ueber Stunden auf asphaltierter Strasse durch roten Wuestensand, der mehr oder weniger mit Graesern, Bueschen und Baeumen bewachsen ist. Ab und zu zieht sich eine Bergkette durch die Landschaft oder ein einzelner Berg zeigt ich am Horizont.

Fuer uns ist die Fahrt spannend, da ja alles wieder neu ist oder erwartetes bestaetigt. Mittendrin sein - rote Erde, blauer Himmel, Farbspiele der Natur, die Hitze, Fliegenschwaerme, tote Roos :-( und geschrottete Autos am Strassenrand - das ist allerdings wirklich etwas anderes, als eine BBC Dokumentation im TV zu sehen ;)

Als wir am Uluru ankommen bzw. den Berg am Horizont entdecken ist das schon ein seltsam magischer Moment fuer mich. Seit Wochen reisen wir durch diesen Kontinent und ohne die Begegnung mit diesem Berg waere die Reise irgendwie nicht vollstaendig. Komisch, aber dieser Ort ist schon etwas besonderes und das wird durch die Tage hier auch weiter bestaetigt.

Auch wenn ich allenfalls ansatzweise die Kultur der Aboriginals verstanden habe, so verstehe ich doch, das die Orte am Uluru und den Kata Tjuta eine besondere Bedeutung haben - fuer mich jedenfalls. Keines der Bilder, die ich hier gemacht habe, kann rueberbringen, wie es sich anfuehlt am Uluru (oder den Kata Tjuta) zu sitzen, den Wind zu spueren und zu hoeren und dabei die Vielfalt dieser Formationen zu betrachten. Das hier "bedeutende" Geschichten der Aboriginalskultur entstanden sind - mich wundert das nicht mehr.

Donnerstag, 17. April 2008

The Red Center - Alice Springs

Alice Springs – nur noch ca. 500 km bis zum Uluru.

Die Reise mit "The Ghan" war spannend und laaang. Fast einen Tag waren wir mit dem Zug unterwegs, um die ca. 1500 km von Darwin nach Alice Springs zurückzulegen. Darin war allerdings ein mehrstündiger Stopp in "Katherine", mit Ausflug zum "Katherine Gorge", enthalten. Dort konnten wir uns bei einem "Walk" nochmal richtig die Beine vertreten – obwohl es ziemlich heiß war. Aber mit ausreichend Wasser und Willen hat das auch gut geklappt. Während viele andere Zugreisende den Ausflug im Boot durch die Schlucht vorgezogen haben, waren wir dann nur zu zweit auf Erkundung "über" die Schlucht.

Die Nacht im Zug war erwartungsgemäß, also etwas unbequem. Das hätte aber durchaus schlimmer sein können und wir sind verhältnismässig erholt aufgewacht... beim aufwachen gab es einen schönen Sonnenaufgang über dem Buschland zur Belohnung und anschließend ein nettes Frühstück im Speisewagen :-)

Nun sind wir beide auf das "Red Center" gespannt. Alice Springs ist jedenfalls richtiges "Outback" auch wenn hier so ca. 30.000 Menschen leben.

Dienstag, 15. April 2008

Northern Territory - Kakadu und Litchfield

Darwin ist ja schon fast "Outback", aber so richtig "draussen" ist man erst, wenn man ein paar Kilometer Stuart Highway hinter sich hat. Nach nahezu endlos wirkenden Suburbs geht es irgendwann links zum Arnhem Highway in den Kakadu National Park. Die Wetlands sehen am Ende der Regenzeit so ganz anders aus, als ich mir diese "oede" Gegend vorgestellt habe. Aber warum heissen die wohl "Wetlands" - boese Wissensluecke. Zur Zeit ist es hier ueberall unglaublich gruen und es gibt mehr Wasser, als von mir gewuenscht. Viele Wege sind naemlich gesperrt - selbst 4WD Fahrzeuge duerfen die Strecken groesstenteils nicht befahren. Wir sind aber eh auf die "sealed roads" angewiesen und haben nur mal kurz einen Abstecker auf eine "unsealed" gemacht, um festzustellen warum unser Toyota als kaum bis garnicht gelaendetauglich eingestuft ist. Der besondere Eindruck der Landschaft ueberwiegt aber ganz deutlich und die vielen ueberschwemmten Wege machen die Auswahl der Erkundungsziele viel einfacher.

Auf der Tour mit zwei Uebernachtungen im "Kakadu" Park konnten wir viele tolle Eindruecke sammeln... Sumpf, Kroko-Warnungen, Schlangen, Kakadus, Berg 'Roos, Historische Hoehlen-Malereien der Aboriginals (etwas farblich aufgefrischt), Termitenhuegel, rote Erde, blauer Himmel und einen wahnsinns Sonnenuntergang (den wir wegen einer fiesen Mueckenattacke jedoch nicht auf den "Film" bannen konnten - ich sag nur, fast waeren wir von den Biestern gefressen worden...).

Nach den Tagen im Kakadu National Park haben wir uns heute noch einen Tag im Litchfield National Park gegoennt, der wiederum ganz andere Einblicke in diese Region zulaesst. Besonders die Termitenhuegel sind zahlreich, vielfaeltig und zum Teil ziemlich hoch. Die Landschaft ist eher durch den Wechsel von Huegeln, Berge, Schluchten, Buschland und Feuchtebenen gepraegt und es ist schon um einiges trockener als im Kakadu. Da es heute unertraeglich heiss war, haben wir nur kurze Wege aus dem Auto heraus gemacht. Zwei der Wasserfaelle haben wir uns trotzdem angeschaut und das hat sich echt gelohnt. Nur bei den Florence Falls haetten ein paar Badende weniger im "Pool" sein duerfen. Den Abkuehlungswunsch kann ich aber durchaus verstehen :-)


Morgen geht es mit "The Ghan", dem Zug von Darwin nach Adelaide, weiter nach Alice Springs. Der vermeindliche Hoehepunkt der Australienreise, der Uluru, steht uns also noch bevor.

Freitag, 11. April 2008

Darwin - Erste Eindruecke

Der Flug ins Northern Territory verlief mal wieder ohne grossartige Hindernisse - wir mussten nur schnell vom Domestic-Terminal zum International-Terminal flitzen, da uns nicht klar war, dass der Flug nach Darwin eigentlich nach Singapur geht und somit als internationaler Flug (mit Zwischenstopp in Darwin) gilt. Ein kleiner Adrenalinkick, aber mehr zum Glueck nicht.

Waehrend des Fluges konnte man die weite Landschaft des NT bestaunen und wir haben einen ersten Eindruck von dieser zum Teil oeden Weite bekommen - dabei ist gerade Ende der Regenzeit und somit noch sehr vieles gruen...

In Darwin ging es nun erstmal darum, die Touren in den Kakadu-Park zu sichern. Nach unserer gefuehrten Tour zum Daintree-Regenwald, wollen wir diesmal wieder auf eigene Faust los, damit wir da halten koennen, wo wir es wollen. Das Buchen der Unterbringung und des Autos verlief ziemlich einfach (Wiebke hat mal wieder das Hostel uebernommen - danke :). Morgen geht es dann mit einem Wagen zur Erkundung des NT in den Kakadu Nationalpark.

Darwin selbst gefaellt mir/uns bisher noch nicht so gut. Eine etwas "unmotivierte" Ansammlung von Gebaeuden, bei denen einzig die Farben im Kontrast zum klaren Blau des Himmels einen gewissen Reiz innehaben - mehr aber auch nicht. Aber wir haben ja auch bisher nur einen Bruchteil von Darwin gesehen. Die Stadt wurde allerdings schon mehrmals von heftigen Wirbelstuermen heimgesucht und grossflaechig zerstoert, vielleicht lohnt es sich da nicht, in tolle Bauwerke zu investieren. Seltsamer Weise fallen derzeit aber besonders die intensiven Bautaetigkeiten an neuen Hochhaeusern auf. Wie in einem Grossteil Australiens scheint die Baubranche auch hier zu florieren.

Das Wetter ist hier derzeit auch als ganz klar tropisch zu definieren. Ohne Klimaanlage oder Ventilator haetten wir heute Nacht wohl kaum schlafen koennen. Tagsueber sorgt die Sonne fuer ca. 33 Grad und nachts halten sich noch warme 25 Grad - puh. Deshalb freuen wir uns auch ueber jeden schattigen Platz waehrend der Mittagshitze... wie z.B. die Internetecke unseres Hostels ;-)

Jetzt geht es zum Abkuehlen in den Pool. Bis bald...

Donnerstag, 10. April 2008

Tschuess Reef

Dem Great Barrier Reef sagen wir heute Tschuess und "seeyou". Ich habe gestern nochmal die Gelegenheit genutzt und bin ins Reef aufgebrochen - erste Taucherfahrungen sammeln und nach Green Turtles Ausschau halten. Wiebke hat stattdessen noch einmal den Regenwald besucht.

Die Rifftour habe ich diesmal mit einem kleinen, etwas aelteren Boot gemacht ("Compass"), damit die Tour mit Tauchgaengen nicht zu kostspielig wird. Und ausserdem wollte ich gerne zu Tauchspots, wo man Turtles sehen kann. Verglichen mit der "Silverswift"-Tour war das schon eine etwas andere Erfahrung und ich wuerde sie all denen empfehlen, die etwas aufs Geld achten wollen und trotzdem bunte Fische, Korallen und evtl. Schildkroeten sehen wollen.

Und die Turtles waren tatsaechlich da. Allerdings fuer den Schnorchler zu tief unten. Wir haben beim Tauchen welche in ca. 5-6m Tiefe gefunden. Und die Dickpanzer unter Wasser treffen zu koennen ist wirklich super. Und scheinbar haben die auch ihren Spass mit den Tauchern - habe ich mir sagen lassen ;-)

Und gleich geht es weiter Richtung Darwin - das Northern Territory erkunden.

Dienstag, 8. April 2008

Daintree Regenwaldtour

Regenwald, das ist wirklich nicht nur irgendein Wald mit etwas anderen Bäumen, Pfanzen und Tieren. Vielleicht beeindruckt mich das viele grün hier nur deshalb, weil wir es zuhause kaum noch haben. Unser Tourguide durch den Regenwald hat uns allerdings auch deutlich darauf hingewiesen, dass es diesen Regenwald auch nicht mehr geben würde, wenn die Besiedelung der Region nicht in den 1980er Jahren, nach extremen Protesten gegen die "Kultivierung", massiv gestoppt worden wäre.

Einige der Dinge, die ich in den letzten Wochen gelernt habe, ist die Bedeutung der Natur. Im Endeffekt muss man aber wohl weniger Angst um die Natur haben, als um uns Menschen - denn die Natur wird sich schon auf irgendeine Art "durchschlagen" oder "zurückschlagen". Sie wird sich verändern. Ob wir uns auch so schnell anpassen können?

Schon in Angkor konnte wir sehen, was der "Wald" mit den menschlichen Bauwerken macht, wenn man ihm ein paar Jahrzehnte Zeit gibt. Das macht die tollen technischen Errungenschaften im Vergleich zur Natur ganz schön klein. Vielleicht braucht man einfach ab und zu ein paar beeindruckende "Erinnerer" wie diese Wälder und Landschaften (über und unter Wasser), um sich seiner eigenen Bedeutung innerhalb dieser Umwelt bewusst zu werden.


Auf dem Bild hier sieht man übrigens eine "Green Ant", die in dieser Ecke von Queensland scheinbar sehr häufig vorkommen. Uns sind schon so einige der grünen Ameisen über den Weg gelaufen. Die kleinen Wesen kümmern sich um die kleinen Aufräumarbeiten im Urwald.

Montag, 7. April 2008

Cairns - nix los am Reef...

Nun sind ja schon wieder ein paar Tage vergangen, seit wir in Cairns angekommen sind. Als Ausgangspunkt fuer Touren ins Reef oder in die Regenwaelder im Umland ist diese Kuestenstadt super geeignet. Ansonsten ist hier wenig los, ein paar typische touristische Einrichtungen, viele Reiseagenturen ... und der "Badestrand" ist eine kuenstliche Lagune. Witzig ist, dass mich hier einiges an den Tourismus in Thailand erinnert - sogar einen "Nightmarket" gibt es - das Zentrum dieses Ortes ist definitiv auf die Touris ausgerichtet.

Interessant finde ich einige der Kunstgalerien. Beeindruckend sind vor allem die Werke im "Aboriginal Art Center" - die Energie in einigen der Bilder oder Skulpturen habe ich bisher kaum in Werken "westlicher" Kuenstler gesehen... leider darf man wegen des Kuenstler-Copyrights keine Fotos der Werke machen (was ich allerdings durchaus verstehe), ich habe aber noch keine Webseite dazu gefunden, um diese Eindruecke ansatzweise "transferieren" zu koennen. Das Foto von der Galerie-Hauswand zeigt nur ansatzweise, was an kuenstlerischer Kraft hinter dieser Wand verborgen liegt.

Die Galerie mit Fotoarbeiten von Peter Lik ist auch einen Galerie-Stopp wert. Hier findet der Besucher ueberwiegend Natur- und Landschaftsaufnahmen, die in den angebotenen Dimensionen auch einen besonderen Wow-Charakter haben.

Heute haben wir allerdings von einem Kuenstler und Gallery-Cafe-Besitzer erfahren, dass die "Wirtschaftskrise" in den USA wohl deutliche Auswirkungen auf die Fernreisen der Amerikaner nach Australien hat (und die machen hier einen hohen Anteil der Touris aus). Die Reise-Stornierung aus den USA ist extrem in die Hoehe gegangen... Er hat seine Galerie um ein Cafe mit Wifi-Zugang erweitert und erprobt ein (fuer hier) neues Konzept, damit er auch Einheimische als Gaeste ansprechen kann. Interessant fuer mich war allerdings auch die Aussage, dass ein WiFi-Gast-Zugang fuer die Cafes in Australien langsam zur Pflicht wird, da immer mehr Gaeste mit ihren Notebooks ins Web wollen (und das nicht unbedingt in den ungemuetlichen Internet-Cafes). Das Web scheint ueberall zu einem wenigstens sekundaer wirkenden Faktor fuer Entscheidungen und Einkaeufe zu werden. Dies schleicht sich wohl langsam ueberall ein. Die Webadresse von Cliffords Artcafe habe ich mir dann auch gleich mal mitgenommen - nicht nur weil seine Bilder insbesondere mit den Farben Gruen und Rot spielen ;-)

Samstag, 5. April 2008

Unterwasserwelt - Great Barrier Reef

Wir waren im REEF. "Just Snorkeling", aber das allein war schon eine der beeindruckensten Erfahrungen, die ich bisher in neuen Welten gemacht habe. Eine voellig andere, bunte, lebhafte, spannende und etwas gefaehrliche Welt (die Haie und Quallen haben sich aber zum Glueck dezent zurueckgehalten).

Ich muss zugeben, dass ich bisher kaum Landschaften gesehen habe, die mich so beeindruckt haben, wie diese unterhalb der Wasseroberflaeche. Und das ist nur ein winziger Teil von dem "da unten". Wow. Das macht Lust auf mehr. Vielleicht gehe ich da in ein paar Tagen nochmal runter...

Unsere Tour haben wir von Cairns aus mit "Silverswift" zu drei schoenen Tauchspots im aeusseren Reef gemacht. Dafuer hab ich mir noch eine Unterwasserkamera bei einem Spezialanbieter in Cairns ("Digital Diver") ausgeleihen. Die 45 A$ waren wirklich jeden Cent der Leihgebuehr wert - find ich jedenfalls...

Montag, 31. März 2008

North Stradbroke Island - Urlaub pur

Gestern haben wir mit Anneke und Filip auf einer der Sandinseln nahe Brisbane Urlaub gemacht. Ein paar Fotos folgen noch. Aber dazu kann man eigentlich nur sagen: das was Erholung :-)

Und nebenbei: Happy Birthday Dad :-)