Posts mit dem Label Zeitsprung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zeitsprung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Juli 2009

Zeitsprung - 05.07.2008 - Neustart?

Was kommt nach der Reise? Diese Frage hat Wiebke und mich vor einem Jahr beim Abschied am Flughafen von San Francisco beschäftigt. Wir beide hatten ein seltsames, ängstliches Gefühl, nachdem wir nun sechs Monate jeden Tag miteinander geteilt haben und unendlich viele gemeinsame Erfahrungen machen durften...

Nun, ein Jahr später hat sich viel verändert. Das Leben vor der Reise passte nicht mehr in unsere veränderte Weltanschauung und seitdem verändern wir, jeder auf seine Art, das Zurückliegende in etwas Gegenwärtiges oder Zukünftiges.

Durch kein Buch, keine Fernsehsendung oder Internetinformation habe ich zuvor soviel über die Zusammenhänge auf unserem Planeten, verschiedene Vegetationszonen, fremdartige Lebewesen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kulturen und über mich gelernt, wie in diesem halben Jahr auf Tour. Das daraus Veränderungen entstehen, ist fast logisch - sofern man das mit Logik erklären will - vielleicht passt hier besser: nachfühlbar.

Vor einem Jahr wollte ich, am Flughafen in Hamburg angekommen, gleich wieder los - mich der Reisetruppe von Wiebke wieder anschliessen - weiterreisen. Ich kam mir in Deutschland noch nie so deplatziert vor, wie zum Zeitpunkt der Rückkehr. In Hamburg hatte sich nichts wesentlich verändert - aber in mir. Das habe ich aber erst im Laufe der darauf folgenden Monate wirklich wahrgenommen und nun kann ich es als gegeben hinnehmen. Ich bin froh darüber, dass wir neue, eigene Entscheidungen treffen, die Veränderungen in unseren Leben erzeugen. Wer weiß wohin sie uns führen - hoffentlich näher an uns und die wesentlichen Dinge auf dieser Welt heran :-)

Die Reise geht auch in der "alten Welt" immer weiter...

Donnerstag, 2. Juli 2009

Zeitsprung - 02.07.2008 - San Francisco/Sausalito

Die Sonne Kaliforniens hat uns vor einem Jahr gut erwischt. Noch am Vormittag war es etwas bedeckt und der berühmte Nebel von San Francisco drohte unseren Tripp auf die andere Seite der Bucht etwas trübe aussehen zu lassen. Doch schon während der Überfahrt mit einer der Fähren machte sich der blaue Himmel immer breiter und hatte beim Anlegen in Sausalito schon die Vorherrschaft übernommen.

Den schönen, ruhigen und sonnigen Tag außerhalb der Großstadt haben wir genossen - den Yachthafen bewandert und die große Stadt von ferne betrachtet. Das kleine Örtchen bietet einen tollen Kontrast zum Trubel der Weltstadt, die nur ein paar Kilometer entfernt aufragt.

Leider hat uns die Nachlässigkeit in Bezug auf Sonnenschutz dann allerdings leicht verbrannte Nasenrücken beschert. Denn, wer hatte am Anfang des Tages mit so einem brillianten Wetter gerechnet - wir nicht.



Ebenso sonnig hat sich heute eine der anderen "schönsten Städte der Welt" präsentiert. Mit dem bisher wärmsten Tag des Jahres, hier in Hamburg - an dem ich durchaus froh war, nach dem kleinen Ausflug in den "Central Park" wieder viel im Schatten sitzen zu können ;-)

Montag, 29. Juni 2009

Zeitsprung - 29.06.2008 - So long, Hawaii!

Nach zwei Wochen Aloha-Feeling, wären wir am liebsten noch viel länger auf den Inseln von Hawaii geblieben - seeehr viel länger :-)

Meine letzte Woche der Weltreise war jedoch angebrochen und ein paar Tage wollte ich doch noch in San Francisco verbringen. Zudem sind wir doch auch mit Stephie und Jana verabredet.

Jedem Weltenbummler kann ich eine der polynesischen Inseln (vermutlich egal welche) sehr ans Herz legen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Lebenseinstellung der Menschen in diesem Teil der Erde so weit von der europäischen Effizienzdenke entfernt ist, dass es nur gut tut, dies mal zu erfahren. Spätestens ab dann, stellt man allerdings auch einiges in Frage, was hier in Europa so schön gewohnt, normal und sinnvoll erscheint. Denn: Das ist es nicht!

Ich/wir haben dort einiges dazugelernt. :-))

Mittwoch, 17. Juni 2009

Zeitsprung - 17.06.2008 - Waikiki Beach Walk

Von den Maori zu den Hawaiianern. Aus dem neuseeländischen Herbst auf die Inseln des sonnenverwöhnten Hawaiis.


Ich weiß noch, dass ich durch die Hochhausburgen in Honolulu, wo wir gelandet sind, zunächst etwas geschockt war. Aber schon am ersten Abend waren die vergessen und die Freundlichkeit der Inselbewohner und unserer Dorm-Nachbarn hat uns ins Aloha-Feeling versetzt. Die Situation im Hostel war zwar nicht ideal, aber trotzdem haben wir uns auf Hawaii gleich wohl gefühlt.

Heute vor einem Jahr sind wir in unser einfaches, aber nettes Hotelzimmer im "Waikiki Prince Hotel" umgezogen. Hier hat mal wieder "Urlaub" begonnen! Die Inseln sind es wert, für mehrere Wochen dort zu verweilen. Vielleicht klappt das irgendwann nochmal ;-)

Mehr Foto-Eindrücke von Oahu (Hawaii) in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Zeitsprung - 03.06.2008 - Kurze Gedankenreisen

flickr lässt mich mal wieder für ein paar Minuten nach Neuseeland, in die Nähe des Milford Sounds reisen: Wow, wir waren wirklich dort - weit, weit weg von zuhause - ganz nah an uns dran - schöne Erinnerungen...


Song des Tages (03.06.2009):
The Script - Breakeven

Mehr Foto-Eindrücke vom Milford Sound in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Zeitsprung - 20.05.2008 - Wellington, NZ


Das südliche Ende der Nordinsel, das haben wir vor einem Jahr in Wellington erreicht. Nach einer spannenden Tour kreuz und quer über die Nordinsel Neuseelands sind wir kurz vor dem Sprung auf die noch schönere Südinsel - was wir damals aber noch nicht wussten.

In Anbetracht der Tatsache, dass hier gerade der Sommer losgeht, erinnere ich mich noch gut daran, dass er in Neuseeland zu diesem Zeitpunkt schon vorüber war. Vor einem Jahr und ein paar Tagen haben wir uns nämlich lange Unterwäsche und Handschuhe gekauft. Und wir haben spätestens auf der Südinsel beides wirklich gebraucht.

Beim Anblick meines Bildes vom abendlichen Wellington mit Maori Totempfahl im Vordergrund kann ich mich auch noch sehr gut an das sehr kühle Photoshooting erinnern. Wiebke ist da lieber in der warmen "ollen Möhre" geblieben, während ich mir für den Sonnenuntergang über Wellington fast die Finger und Ohren abgefroren habe - trotz Handschuhen und Fleecemütze. Aber, allein die Erinnerung daran war es wert ;-)

Und was lernen wir noch daraus: Irgendwo auf der Welt ist Sommer und die Sonne scheint ;-)

Mehr Foto-Eindrücke von Wellington in meinem flickr-Fotoalbum.

Sonntag, 17. Mai 2009

Zeitsprung - 17.05.2008 - Ursprüngliches Neuseeland


Maori Holzschnitzereien und Vulkane konnten wir vor einem Jahr entdecken – im Tongariro National Park. Tolle Erfahrungen in einer eher ursprünglichen Natur.



Mehr Foto-Eindrücke vom Tongariro National Park in meinem flickr-Fotoalbum.

Samstag, 25. April 2009

Zeitsprung – 25.04.2008 – Anzac Day in Sydney


Heute wird in Australien der Anzac Day gefeiert. Es wird den Opfern und Veteranen der Kriege gedacht und insbesondere an den ersten verlustreichen Einsatz von Soldaten aus AUS und NZ in einem der Weltkriege. Am 25. April 1915 waren australische und neuseeländische Truppen bei der Landung auf Gallipoli in der Türkei im Einsatz. Die Alliierten wollten mit der Türkei einen der deutschen Verbündeten attackieren, scheiterten jedoch und hatten hohe Verluste zu beklagen.

Vor einem Jahr war ich in Sydney unterwegs. Die Sonne wurde von den vielen Wolken am Himmel häufiger mal durchgelassen und ich war wie viele andere Menschen auch, insbesondere an den Wassersäumen der Stadt unterwegs. Die Stimmung an diesem Tag hatte etwas bedächtiges. Ich kann nicht sagen warum, aber der Tag war kein normaler freier Tag, er wurde "bedacht", das Gedenken war spürbar. So kam es mir damals vor. Ich konnte Menschen beobachten, die sinnierend übers Wasser schauten, als wenn sie ein fernes Ereignis wieder nah an sich heran holen würden – an etwas denken würden, das nicht in Vergessenheit geraten darf. Vielleicht war dies nur mein Eindruck – aber er hat sich in meiner Erinnerung festgesetzt.

Es gibt Situationen in der Geschichte und im Leben, die scheinen sich zu wiederholen, egal was man versucht dagegen zu tun. Manchmal hilft es aber, sich dessen bewußt zu sein und somit eine Wiederholung zu verhindern. Wenn dies sehr viele tun, bleiben schmerzhafte Erfahrungen vielleicht Vergangenheit.

Dafür sind Gedenktage wohl da – um sich zu erinnern, nachzudenken und daraus zu lernen.

Mehr Foto-Eindrücke vom zweiten Sydney Stopp in meinem flickr-Fotoalbum.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zeitsprung - 24.02.2008 Blue Mountains

Nachdem ich nun Franks Blogeintrag zu den Blue Mountains gelesen habe, muss ich sagen: Glück gehabt! Damit meine ich allerdings Wiebke und mich. Als wir vor einem Jahr auf der Aussichtplattform vor den "Three Sisters" standen eröffnete sich uns ein unglaublicher Blick über ein Tal, das scheinbar unendlich weit mit Eukalyptus-Bäumen bewachsen ist.

Die paar Tage in den Blue Mountains waren eine absolute Erholung für uns. Nach den Stadterfahrungen im hektischen Bangkok und dem vergleichsweise ruhigen Sydney waren die Naturerfahrungen in den Canjons und Schluchten, bei Wasserfällen und in beindruckend weiten Wäldern ein toller Ausgleich.

Ich musste vor dem Genuss der Landschaften allerdings in der "No. 14" zunächst eine der kältesten Nächte, an die ich mich erinnern kann, durchstehen. Wir hatten kurzfristig gebucht und zum Glück noch ein Zimmer in diesem kleinen, wirklich schönen Hostel bekommen. Das Zimmer für die erste Nacht lag aber leider zur kühlen Hangseite des Hauses und wollte einfach nicht richtig warm werden. Warum ausgerechnet Wiebke in der Nacht schlafen konnte, während ich mich überwiegend vor dem Kamin des Hostels aufgehalten habe, ist mir immer noch ein Rätsel. Denn: "So kalt war es noch nie!" – obwohl tagsüber Temperaturen um die 20° C herrschten. Die anschließenden Nächte haben wir zum Glück ein wärmeres Zimmer in der oberen Etage der "No. 14" bewohnen dürfen, das tagsüber von der Sonne aufgewärmt wurde. Von da an war es nur noch Klasse in den "Blue Mountains".


Mehr Foto-Eindrücke aus den Blue Mountains in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Zeitsprung - 11.02.2008 Ankunft in Sydney


Jetzt sind Frank und Daniela also gerade in Sydney. Dort wo Wiebke und ich genau vor einem Jahr in Australien gelandet sind, um den Kontinent auf der anderen Seite der Erdkugel zu erkunden, zu bereisen, uns ganz neuen Bedingungen zu stellen.

Wir haben es damals seltsam gefunden, wenn uns jemand gesagt hat, er "beneide uns". Mittlerweile kann ich es nachvollziehen. Aber eigentlich hat diese Redewendung wohl wenig mit wirklichem Neid zu tun. Vielmehr ist es der Versuch deutlich zu machen, dass man die Aktion, die Reise, den Schritt des Anderen bewundert oder sogar weiß was er bedeutet - in diesem Fall eine riesige Menge an neuen Erfahrungen. Erfahrungen, die man gerne selber machen würde oder sich noch gut daran erinnern kann, sie gemacht zu haben...

Ja, ich beneide die beiden Reisenden um die Monate in Australien und Neuseeland. Macht was Gutes daraus! Ich denk an Euch :-))

Mehr Foto-Eindrücke von den Tagen in Sydney in meinem flickr-Fotoalbum.

Dienstag, 20. Januar 2009

Zeitsprung - 20.01.2008 in Kambodscha

Genau vor einem Jahr haben wir Siem Reap und Angkor verlassen und sind nach einer abenteuerlichen Fahrt in Ayutthaya gelandet.

Die Eindrücke von der zuvorkommenden Freundlichkeit bei der Busbuchung durch das Hotel-Personal in Siem Reap und die damit verbundenen Abzocke, die wir dann während der anstrengenden Fahrt im überfüllten Kleinbus realisiert haben, sitzen noch tief. Der Zubringerbus zum Busbahnhof, entpuppte sich als Bus zur 6,5 Stunden entfernten Grenze. Der versprochene First-Class-Bus war alles andere als erstklassig: klein, unbequem, überfüllt, altersschwach und verhältnismäßig stark überteuert. Unser Glück, dass wir damit überhaupt bis zur Grenze gekommen sind.

Die Geschichte wird mir vermutlich auch beim nächsten (Asien-) Urlaub in Erinnerung sein und dann werde ich den Bus lieber wieder direkt am Busterminal buchen - so wie wir es in Thailand auch immer gemacht haben.

Mittelsmännern, die einem etwas versprechen, muss man vertrauen können. Anderenfalls taugen sie nichts. Das gilt hier und in aller Welt sehr offensichtlich auch für Banken, Finanzdienstleister, Politiker und einige mehr.

Man sieht sich immer zweimal!

Mehr Foto-Eindrücke von Angkor, Siem Reap und dem Kambodscha Grenz-Highway in meinem flickr-Fotoalbum.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Weihnachten - Zeitreise

Der Teuto vor gut einem Jahr – kurz vor Weihnachten: Es war eisig kalt und die Bäume hatten auf dem Kamm bei Lengerich eine wunderbare Hülle aus Eiskristallen. Sehr verwunschen wirkte die aus Kindertagen so bekannte Szenerie. In diesen Tagen waren Wiebke und ich sehr aufgeregt, weil wir hier die erste Zwischenstation auf dem Weg durch Deutschland bis zum Start der Reise um die Welt machten. Ein Abschied auf Zeit.

Nun, ein Jahr später, ist es wieder sehr kalt auf den Hügeln des Teutos – leider ohne die Verzauberung der Kristalle. Dafür mit einer anderen Art der Verzauberung in uns, die nicht von den Außentemperaturen erzeugt wird. Der Blick zurück, auf eine Reise voller neuer Eindrücke wirkt sich auf alles aus, was uns nun begegnet - bekanntes und neues. Bekannte Rituale haben neue Bedeutungen erhalten und Dinge, die zuvor selbstverständlich schienen, sind es nicht mehr...

Frohe Weihnachtsfeiertage an alle, wo, wie und mit wem auch immer Ihr gerade unterwegs seid :-)