Posts mit dem Label Kambodscha werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kambodscha werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 20. Januar 2009

Zeitsprung - 20.01.2008 in Kambodscha

Genau vor einem Jahr haben wir Siem Reap und Angkor verlassen und sind nach einer abenteuerlichen Fahrt in Ayutthaya gelandet.

Die Eindrücke von der zuvorkommenden Freundlichkeit bei der Busbuchung durch das Hotel-Personal in Siem Reap und die damit verbundenen Abzocke, die wir dann während der anstrengenden Fahrt im überfüllten Kleinbus realisiert haben, sitzen noch tief. Der Zubringerbus zum Busbahnhof, entpuppte sich als Bus zur 6,5 Stunden entfernten Grenze. Der versprochene First-Class-Bus war alles andere als erstklassig: klein, unbequem, überfüllt, altersschwach und verhältnismäßig stark überteuert. Unser Glück, dass wir damit überhaupt bis zur Grenze gekommen sind.

Die Geschichte wird mir vermutlich auch beim nächsten (Asien-) Urlaub in Erinnerung sein und dann werde ich den Bus lieber wieder direkt am Busterminal buchen - so wie wir es in Thailand auch immer gemacht haben.

Mittelsmännern, die einem etwas versprechen, muss man vertrauen können. Anderenfalls taugen sie nichts. Das gilt hier und in aller Welt sehr offensichtlich auch für Banken, Finanzdienstleister, Politiker und einige mehr.

Man sieht sich immer zweimal!

Mehr Foto-Eindrücke von Angkor, Siem Reap und dem Kambodscha Grenz-Highway in meinem flickr-Fotoalbum.

Sonntag, 10. Februar 2008

Thailand - Zusammenfassung (Nachtrag)

Nach sechs Wochen des Reisens in Thailand und Kambodscha hinterlassen diese Länder besondere Eindrücke. Die regionalen Unterschiede sind allerdings auch hier verhältnismäßig gross. Den Ländern gemeinsam ist aber, dass man als Europäer direkt als Fremder wahrgenommen wird. Das ist zunächst recht hilfreich, da man so als Ausländer und generell Unwissender abgestempelt wird - das Eintauchen in kulturelle Fettnäpfchen ist somit nicht so tief. Andererseits ist es manchmal sehr anstrengend, wenn man Neues erkunden will, weil davon ausgegangen wird, dass man viel Geld unters Volk bringen kann (und will). Mehr Raum für Erkundungen auf eigene Faust gewinnt man nur, sofern man der Sprache mächtig ist - aber das ist wohl überall auf der Welt so.

Da der Tourismus in Thailand und Kambodscha eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung ist, kann ich die "aktive" Vorgehensweise der Einheimischen bei der Akquise von Touristen für Touren oder Waren sehr gut verstehen. Leider ist dies auf Dauer trotzdem anstrengend - selbst wenn man irgendwann gelernt hat "Nein" zu sagen. Aber, wer seine Ruhe haben will, sollte eh lieber zuhause bleiben...

Einige Tipps für Asienreiseanfänger wie mich:
  • Das Lernen von einfachen Floskeln in der Landessprache.
  • Freundlichkeit wird häufig freundlich entgegnet - wie nahezu überall auf der Welt.
  • Nicht alles glauben, was einem erzählt wird. Insbesondere von "zuvorkommenden" Einheimischen. Leider steckt sehr häufig Abzocke dahinter. Besonders an Grenzübergaengen oder vor touristischen Attraktionen sind viele Betrüger unterwegs.
  • Wenn jemand zuvorkommend behauptet, das ein besonderer Ort gerade geschlossen ist oder dort sowieso nichts zu sehen ist, stimmt dies nur sehr selten. Hier geht es eher darum, ein Tour (per Taxi, TukTuk o.a.) zu vermitteln - und damit Geld zu verdienen.
  • Nicht alles in Asien ist "billiger" oder "preiswerter", Luxusartikel sind auch hier Luxus. Dies gilt insbesondere für elektronische Neuheiten, deren Preisverfall bei uns viel schneller erfolgt (insbesondere durch Anbieter wie Amazon u.a.) - als Beispiel seien Speicherkarten für Digitalkameras genannt, die in Deutschland z.T. nur die Hälfte kosten.
  • Beobachten, Nachfragen und selbst interpretieren ist auch hier sehr sinnvoll.

Montag, 21. Januar 2008

Ayutthaya - Entspannung in Thailands alter Hauptstadt

Reisetage, wie der gestrige, sind ziemlich anstrengend aber auch sehr spannend. Bei der Tour aus Siem Reap ueber die Grenze nach Bangkok und dann nach Ayutthaya hatten wir trotz einiger unvorhergesehenen Spannungserzeugern auch viel Glueck mit unseren Anschlussbussen.

Mit der Tour zur Grenze (6,5 Std. im leicht ueberfuellten, altersschwachen Kleinbus) haben wir vorlaeufig unser Vertrauen in die Glaubwuerdigkeit der vermeindlich freundlich, zuvorkommenden Einheimischen verloren. Der Hinweis im "Lonely Planet" scheint zu stimmen: Asiaten sind eigentlich eher zurueckhaltend, jeder der dich ungefragt anspricht oder dir Empfehlungen gibt ist eher an deinem Geld und nicht an deiner Zufriedenheit interessiert (frei zitiert) - egal ob Taxi- oder TukTuk-Fahrer, ob Guesthouse- oder Hotel-Rezeptionist, ob Stoffverkaeufer oder oder oder. Und dies gilt offensichtlich auch fuer Kambodscha. Schade eigentlich - man sieht sich doch immer zweimal im Leben...

Nun sind wir in Ayutthaya, der alten Hauptstadt Thailands, gelandet. Nach ca. 14 Stunden Bustouren sind wir gut aber erschoepft angekommen. Zu unserem Glueck ist im "Baan Lotus" ein Paar Reisende nicht gekommen und wir konnten das letzte Zimmer mit Aircon bei der Hausmutter des Guesthouses, einer recht alten Lady, buchen - und hatten heute morgen viele freundliche Naturgeraeusche und einen tollen Blick auf einen grossen Seerosenteich - das scheint entspannend zu werden :-)

Samstag, 19. Januar 2008

Asiatische Instrumente und Tierglocken

Auf dem "Old Market" in Siem Reap wollte ich noch nach einheimischen Instrumenten schauen, die ich zuhause in meine Musik intergrieren kann. Es gab zwar nicht sehr viele Staende mit einer groesseren Auswahl, aber ich habe einen erwischt, wo mir das ein oder andere Instrument auch erklaert wurde - Trommeln, Geigen-, Gitarren- oder Oboenartige traditionelle kambodschanische Instrumente. Gerne haette ich eines der Streichinstrumente mitgenommen, der Transport ueber die naechsten Monate waere aber sehr wahrscheinlich nicht geglueckt.

Dafuer konnte ich ein paar Glocken ausmachen, die einen interessanten Sound machen und reisetauglich erscheinen. Die haben sich als Tierglocken fuer Pferde, Kuehe oder Elefanten herausstellt und die Verkaeuferin war etwas belustigt als ich damit herum geklingelt habe, um die vermeintlich Besten auszusuchen. Eigentlich also keine Instrumente im klassischen Sinn - aber egal - zwei davon sind jetzt neben einer Maultrommel und einer einfachen Bambusfloete im Gepaeck.

>an Jens< Die Reisegitarre kommt bestimmt noch ;-)

Angkor - Tempel Ruhe und asiatische Touristenjagd

Tomb Raider Feeling - das kam manchmal schon ein klein wenig auf. Die beeindruckenden Kulissen der Tempel und Palastanlagen von Angkor lassen einen schon das ein oder andere Mal in eine vergangene Epoche eintauchen. Trotz reichlich Dschungel um die Tempel bleibt das richtige Abenteurer-Feeling allerdings aus. Dieses Weltkulturerbe wird dafuer einfach von zu vielen Reisenden besucht. Strassen wurden ausgebaut und ohne Fahrrad, TukTuk, Auto oder Bus ist man bei den Strecken, die zwischen den Tempeln zurueck gelegt werden muessen schnell aufgeschmissen (wir haben uns auch von der Nutzung eines Tages-TukTuks mit Kim als persoenlichem Fahrer ueberzeugen lassen).

Der technische Fortschritt hat auch diese Kulturstaetten laengst erreicht. Zum Glueck hatte ich wenig Vorstellungen von dem, was uns in Angkor erwarten wuerde - nur ein paar Geschichten zu dem touristischen Wahnsinn schon in meinem Kopf - daher war ich eher positiv ueberrascht, dass man an den mehr oder weniger rekonstruierten oder restaurierten Bauten auch seine Ruhe haben konnte. Natuerlich nur, wenn man sich ein wenig entgegen dem Besucherstrom ausrichtet und etwas abgelegenere Orte auskundschaftet.

Wirklich nervig war eigentlich nur die asiatische Touristenjagd der sehr aufdringlichen, sehr jungen Verkaeufer(innen), die uns wie Moskitos umschwaermten sobald wir die Bannmeile um die jeweilige Tempelanlagen verlassen hatten. Auch hier haben wir wieder einiges ueber uns und die Welt der touristischen Highlights in Asien gelernt...

Nach drei Tagen Besichtigungstouren in Angkor haben wir erstmal von den historischen Steinen Abstand genommen und nun noch einen Tag zum Relaxen in Siem Reap gegoennt. Statt sofort wieder nach Thailand zurueckzukehren, nutzen wir die Zeit fuer Eindruecke in Siem Reap (von hier startet man gewoehnlich zu den Touren in das Gebiet von Angkor). Fuer mich kann ich aus den bisherigen Erfahrungen sagen, dass ich gerne irgendwann nochmal nach Kambodscha reisen werde und auch Angkor gerne ein zweites Mal besuchen werde.

Trotzdem haben wir unseren sehr europaeisch anmutenden Kaffee heute morgen sehr genossen ;-)