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Freitag, 13. November 2009

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Antalya Airport - _MG_2586
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Teşekküler

"Teşekküler" (Danke) für eine Woche voller neuer Erfahrungen.

Antalya hat mir neue Eindrücke in ein weiteres Alternativleben ermöglicht. Selbst der kurze Besuch in dieser türkischen Großstadt, konnte mir wieder einen kleinen Blick in eine anderer Kultur ermöglichen. Auch die Erinnerung daran, dass ich als deutsch geborener Europäer mit liberaler Erziehung in eine Art "Luxusgesellschaft" geboren wurde, ist bei allen aktuellen Krisendebatten hilfreich. Ich werde meine Wahlmöglichkeiten (in unglaublich vielen Bereichen) weiterhin als etwas besonderes und somit als Geschenke ansehen.

Ein Abschiedsgeschenk ganz anderer Art machte mir heute morgen der türkische Sonnengott: blauen Himmel und einen völlig klaren Blick auf das Taurusgebirge :))


"Get on Board" und "Keine Panik, hebt Euer Handtuch." (Thomas D.)

"Teşekküler"

Donnerstag, 12. November 2009

Fegefeuer

Wenn es eine Hölle gibt, dann ist sie kein Fegefeuer sondern ein türkischer Touri-Bazaar.

An einer der Ausfallstraßen von Antalya liegt ganz am Ende der neu gebauten, noch nicht im Einsatz befindlichen Tramstrecke ein "Türkischer Bazaar". Was ich bis zum Besuch dort jedoch nicht ahnte: Hier endet die letzte türkische Zurückhaltung.

Eigentlich bin ich dorthin, weil ich mir einen weniger touristischen Bazaar anschauen wollte, als den "Alten Bazaar" im Zentrum. Weit gefehlt! Meine kleine Hölle fing nach wenigen Schritten in die Gänge des sehr einfachen Gebäudes an.

Nun kenne ich ja die Bazaarform der "Nightmarkets" aus Thailand und war dadurch scheinbar vorbereitet. Ich hatte einigen Schund aber auch ein paar besondere Stände mit regionalen Waren erwartet. Insbesondere wollte ich mal wieder ein regionales Instrument erwerben.

Zunächst habe ich offenbar die Herausforderung gewagt, mich etwas zu früh zu diesem Ort zu begeben. Die Verteilung Besucher/Verkäufer war bei meinem Eintreten in die Hölle vermutlich 20/400. Die ersten "Hallo - eine Frage" Ansprachen der vielen Textilien-, Lederwaren- und Fälschungen-in-jeder-Ausprägung-Händler konnte ich noch abblocken. "War doch garnicht so schwer!" dachte ich. An einem Stand bin ich auch tatsächlich vor ein paar orientalischen Trommeln (Darabuka) hängen geblieben. Hier hatte ich noch das Glück, auf einen in Deutschland geborenen Türken zu treffen, der verstand, dass ich nicht einfach irgendwas mitnehmen wollte. Er lud mich, wie üblich, zum Tee ein, bis sein Chef noch ein paar andere Trommelmodelle rangeschleppen konnte. Es war aber nichts für mich dabei und die Preise waren astronomisch überhöht (etwa das vierfache von dem, was ich bereit gewesen wäre für eine passende Trommel auszugeben). Aber handeln musste ich ja nicht, weil ich gut klar machen konnte, dass nix für meinen Geschmack dabei war. Ich hab mich von diesem Stand verabschiedet und bin gleich um die nächste Ecke einem Teehändler in die Hände gefallen, der auch super deutsch sprach und mir einen weiteren Tee in die Hand drückte. Der Tee war wirklich ganz lecker. Schwupps war ich mit ihm im Gespräch und er stellte ein paar Teesorten zum "Sonderpreis" für mich zusammen. Sonderpreis: 145 TL (Türkische Lira) - also ca. 70 Euro. "Kleiner Scherz" dachte und sagte ich und hab eine kleine Tüte Tee für 10 TL mitgenommen. Soweit so gut - er hatte ein Geschäft gemacht und ich habe nur die Menge mitgenommen, die ich haben wollte.

Der nächste Teehändler fing mich auch gleich ab, kapierte, dass mit mir kein Geschäft mehr zu machen war und wir haben trotzdem noch etwas Small Talk über die Regeln des Bazaars betrieben. Sein Standnachbar mit schlechten Kopien von "Marken"-Uhren war allerdings weniger verständnisvoll und ziemlich penetrant (der hatte wohl nicht zugehört). Er wollte mich nicht aus seinen Fängen lassen. Warum er nicht verstand, dass ich definitiv keine Uhr bei Ihm kaufen wollte, weiß ich nicht. Offenbar hatte er die Hoffnung, er müsse nur lang genug auf mich einreden, damit ich eines der häßlichen Dinger mitnehme. An diesem Stand musste ich mich schon sehr harsch verabschieden - obwohl ich mir vorgenommen hatte, bei aller Penetranz der Verkäufer, trotzdem freundlich zu bleiben. Einen Ledertaschen- und Dürfte-Händler hatte ich anschließend noch im "Gespräch". Dieser junge Herr bot gefälschte Marken-Düfte an und war auch ziemlich begriffstutzig, als ich wiederholt sagte, ich wäre noch gut mit Düften ausgestattet. Den angebotenen Tee hab ich auch hier dankend abgelehnt und nur noch den nächsten Ausgang gesucht. Die Lust auf weiteren Bazaarbummel war mir vergangen.

Eine besonders angenehme Erfahrung war das viele "nein" sagen nicht - aber wieder eine gute Übung. In Zukunft werde ich wohl auch zu den Reisenden gehören, die nicht mehr auf "Hallo - eine Frage" reagieren. Wird mir schwerfallen, aber ich werd es tun.



Zum Ausgleich für diese Pleite gab es heute viel Sonnenschein und ich konnte den Rest des Tages an verschiedenen Plätzen der Stadt genießen und noch etwas Energie tanken.

Mittwoch, 11. November 2009

Regengott vs. Sonnengott

Heute hat sich doch tatsächlich überwiegend der Regengott durchgesetzt - Frechheit. Nun habe ich den eher mäßigen Wettervorhersagen schon ganz gut getrotzt und nun kommen mir doch die Jungs von Andreas dazwischen ;-)

Nun gut, so schlimm war das jetzt auch nicht. Es ist immer noch ziemlich warm und außerdem hatte ich heute Vormittag ein nettes, anregendes Gespräch mit einer Dame aus Deutschland, die ähnlich individualreisend unterwegs ist, wie ich - allerdings mit ein paar Wochen mehr an Zeit ausgestattet.

Nachdem dann zum Mittag der Regen anfing, hab ich es mir erstmal mit Jack Johnson in meinem Zimmer gemütlich gemacht und den Blog um den Eintrag zum Kemer Besuch erweitert.

Am Nachmittag bin ich noch etwas durch die Gassen und Straßen geschlendert, hab mir die zentral gelegene "Pasa Moschee" von Innen angeschaut und bin letztendlich am Hafen gelandet, als Sonne und Wolken ein sehr schönes Lichter-Schauspiel über dem Taurusgebirge veranstalteten. Bei Turkish Coffee (wir würden wohl Mokka sagen) und Baklava (einer Spezialität aus Honig, Nüssen und einer Art Blätterteig) konnte ich somit den Nachmittag nett ausklingen lassen.


Was lernen wir wieder daraus? Wenn Sonnengott und Regengott anständig zusammenarbeiten, kommen dabei schöne Naturschauspiele heraus :))

p.s.: ... und ehrlich gesagt, hab ich meine Regenjacke nicht wirklich gebraucht. ; )

Dienstag, 10. November 2009

Kemer - ein Versuch ins Gebirge zu gelangen

Heute habe ich mir ein neues Ziel vorgenommen: Kemer. Eigentlich ein normaler Badeort an der Küste südwestlich von Antalya. Allerdings wartet dieser Ort mit einer besonderen Möglichkeit der Bergeroberung auf: einer Seilbahn, die dem Besucher eine kleine Reise in die Höhen des Taurusgebirges ermöglichen soll.

Vom "Migros", einem Einkaufszentrum im westlichen Stadtgebiet von Antalya, geht ein Express-Bus bis nach Kemer - soweit die Information von einer der Rezeptionsdamen meines Hotels. An dem sehr westlich geprägten Einkaufszentrum angelangt, musste ich die Haltestelle etwas suchen und mir den Weg dorthin erfragen, da die Busse nicht direkt von der gut sichtbaren Haltestelle am Eingang abgehen, sondern etwas versteckt und einige hundert Meter vom "Migros" entfernt an einer Ausfallstraße südlich des Gebäudes. Hinweisschilder sind was für Mundfaule, müssen sich die Türken wohl denken, denn ohne zu Fragen, wäre ich wohl nicht unbedingt zu dieser Haltestelle gelangt. Für günstige 6 Türkische Lira (ca. 3 Euro) wurde ich dann aber über die gut ausgebaute, kurvige Küstenstraße in den Touristenort am Fusse des "Tahtali" gebracht.

Kemer ist einer der Cloneorte für Badeurlauber, wie sie mittlerweile in fast jedem sonnenverwöhnten Land der Erde zu finden sind - Strand (in diesem Fall Kieselsteinstrand), ein kleiner Yachthafen, eine ausgeprägte Einkaufszone und viele, zum Teil "interessant" gestaltete Hotels und Appartmenthäuser. Ein besonderes ausgeprägtes Exemplar dieser Art ist ein Hotel im "niederländischem" Stil samt Windmühle an der Strandseite: das "Orange County De Luxe Hotel". Da kann ich nur sagen: "Wem es gefällt...".

Sofern es ihn gibt, ist mir ein reizvoller, eher türkischer Teil des Ortes leider verborgen geblieben. Schade.

Auch schade war, dass sich die Reise auf den Gipfel des "Tahtali" offensichtlich nicht lohnte, da der Berg zum großen Teil in den Wolken verborgen war. Mit der kleinen Hoffnung ausgestattet, die Wolken würden sich im Laufe des Nachmittages noch etwas verziehen, hab ich mich an den Strand gesetzt und bei einem kleinen Picknick die dort durchaus noch vorhandene Sonne genossen. Die Wolken im Gebirge wollten sich aber ganz und garnicht von den Bergen verabschieden.

An ihrerstatt habe ich mich dann von diesem Ort verabschiedet, um lieber noch etwas Zeit in Antalya zu verbringen. Für den Rückweg wählte ich nicht den Express-Bus, sondern einen Bus mit alternativer Route über die zwei anderen Ferienorte, die zwischen Kemer und Antalya liegen. Eine gute wie auch gefährliche Wahl - wie sich herausstellte. Gut war sie insbesondere deswegen, weil ich so noch ein paar Eindrück von diesen Touriorten bekommen konnte - samt Hotel als Queen Elisabeth Luxusdampfer Nachbau - was meine Entscheidung für mein Hotel in Antalya überaus positiv bestätigte.

Jedoch gab es für mich auch eine neue Erfahrung in Bezug auf den türkischen Straßenverkehr, über die ich bisher nur gelesen hatte. Ich konnte beobachten wie die Verkehrsregeln nur als Empfehlung interpretiert wurden: rote Ampeln, egal - Stoppschild, wozu - Geschwindigkeitsbegrenzung, Quatsch - überholen in Kurven, na klar - durchgezogene Fahrbahnlinien, unsinnig... Autofahren im Grenzbereich. Ich war so gebannt von dem, was ich erlebte, dass ich vergaß einfach "Dur" (Stopp) zu rufen und lieber zu Fuss weiterzugehen. Denn all dies geschah für mich aus Beifahrersicht. Unser Busfahrer hatte scheinbar zuviel "Speed" gesehen oder genommen.

Als ich den Bus am "Migros" in Antalya wieder verlassen hatte, war ich für ein wenig Erholung und Entspannung dankbar. Die wurde mir gleich im "Atatürk Culture Park" ermöglicht, der ganz in der Nähe des Shopping-Centers beginnt. Der Park ist vielleicht etwas mit "Planten und Blomen" in Hamburg vergleichbar - allerdings mit schönem Ausblick aufs Meer und in die Berge. Hier habe ich noch etwas verweilt und das "Nebelgebirge" im Sonnenuntergang betrachte. Der Sonnenuntergang wollte aber nicht ganz so eindrucksvoll werden, wie einige Tage zuvor - dafür hatte sich die Decke aus Wolken schon zu sehr über die Gipfel gelegt.

Es war insgesamt ein schöner, sonniger, unfreiwillig spannender, aber auch entspannender Tag :-)

Montag, 9. November 2009

Die neuen Herren von Perge - Echsen und Schildkröten



Perge - Schildkröte - IMG_0635
Ursprünglich hochgeladen von zimtwookie

Mit Händen und Füssen nach Perge

Also, das Busnetz hier hab ich noch immer nicht verstanden. Aber dafür, dass viele der Busse, die in Nachbarorte oder zu weiter entfernten Zielen fahren vom Busbahnhof (Otogar) abfahren. Der liegt aber leider am Rand der Stadt.

Zunächst musste ich mich mit Händen und Füssen (oder etwas hilflosen Versuchen mit der türkischen Sprache) von Dolmus zu Dolmus fragen, bis ich einen Fahrer gefunden hatte, der mich in seinen Kleinbus reingewunken hat - und tatsächlich bis zum Otogar brachte. Ohne den Hinweis des Fahrers, dass nun die Haltestelle "Otogar" kommt, wäre ich jedoch irgendwann im wenig attraktiven Vorstadtgürtel von Antalya gelandet.

Vom Otogar ging es auf ähnliche Weise nach Perge (bzw. Aksu), welches ca. 20 km außerhalb von Antalya liegt. Für den Weg bis Aksu brauchte der Dolmus ca. 45 min. Die 2 km zu der Ausgrabungsstätte von Perge bin ich dann wieder gelaufen.

Die zahlreichen historischen Steine von Perge haben, bei strahlendem Sonnenschein, meine Aufmerksamkeit bis in den Nachmittag gebunden. Vor nahezu 5000 Jahren sollen hier die ersten Siedlungen entstanden sein. Die verschiedenen Teile der Stadt, die in unterschiedlichen Epochen entstanden sind, werden nun nach und nach zusammengefügt. Es macht auf mich den Anschein, dass an diesem Ort noch viel Restauratoren-Arbeit erforderlich ist, bis noch mehr Gebäude in Ansätzen in Form gebracht sind. Genug zu sehen, war trotzdem. Insbesondere das Stadion, die Hauptstraße der Stadt und die Agora hatte es mir angetan. Der Ausflug hat sich echt gelohnt.

Zurück nach Antalya bin ich dann, dank der Hilfe eines weiteren Dolmus-Fahrers, wieder recht zügig gekommen.

Das war ein schöner Tagesausflug auf eigene Faust :-)

Sonntag, 8. November 2009

Strandtag mal anders

Aus dem inneren Bereich der Stadt wollte ich nun doch raus, um etwas anderes als türkisches Stadtleben zu sehen.

Zunächst gestaltete sich der Versuch mit einem Dolmus (einem kleinen Bus) rauszukommen aber doch etwas schwieriger. Die Zielangaben an den Fahrzeugen entsprachen leider ins keinster Weise meinen Erwartungen. Da so etwas wie Bahnverkehr in der Türkei kaum existiert, werden überwiegend Busse genutzt und somit ist man auf diese Transportmöglichkeit angewiesen, wenn man "mal raus" will (und kein Taxi nutzen möchte).

Da leider nicht alle Türken als Fremdsprache Englisch oder Deutsch gelernt haben, war ich ohne Türkischkenntnisse noch schlecht gestellt.

Bis ich das Sysytem verstanden habe, müssen erstmal weiter meine Füsse herhalten.

Der Sonntag war überraschender Weise ein sehr sonniger Tag und somit wollte ich etwas am Strand von Antalya lang laufen.

Der Stadtstrand zieht sich ziemlich lang hin und ist vollständig aus Kieseln mit mittleren bis sehr kleinen Steinen. Zum Laufen eignet sich dieser Untergrund nur bedingt. Aber es gibt auch eine Strandpromenade, die sich fast 10 km lang erstreckt. Mit viel Zeit ausgestattet, habe ich mir die Besichtigungstour am Strand lang gegönnt und auch etwas am Meer pausiert.

Da hier die Hauptsaison zum Baden ja schon vorbei ist, waren die Beachclubs leider schon dicht. Allerdings hat mir das ein paar alternative Fotomotive der Lokalitäten eingebracht - auch ganz schön :-)

Zurück im Hotel habe ich allerdings durchaus meine Füße gespürt und mir vorgenommen am Montag nun doch irgendwie den Busverkehr zu nutzen...

Samstag, 7. November 2009

Antalya - Asiatische Erinnerungen

Der Start im Orient war schonmal gut. Alleine in in einem Land unterwegs zu sein, dessen Sprache ich nicht mal in Ansätzen beherrsche, ist für mich immer eine kleine Herausforderung. Besonders deshalb, weil ich auch hier die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchte. Wer nicht nur von geführten Touren abhängig sein will, muss sich anders durchschlagen. Auch dass ich nun wieder auf dem asiatischen Kontinent wandle ist in Ansätzen erkennbar. Ich kann weder mit dem Gelesenen etwas anfangen, noch irgendwie ein Konzept im türkischen Busnetz entdecken. Mal schauen, ob sich das noch ändert.

Zunächst habe ich mich aber auf meine Füße verlassen. Für erste Eindrücke der Stadt reichen die als Transportmittel völlig.

In den ersten Tagen habe ich so die Straßen und Gassen der Innenstadt und Altstadt erkundet. Die Unterschiede zu deutschen oder westeuropäischen Großstädten sind nicht nur wegen der eher pragmatischen Bauformen gleich sichtbar. Alleine der bauliche Zustand in der Altstadt - wo ich in einem wunderbar restaurierten, historischen Gebäude untergekommen bin - ist von verfallen bis hochwertig restauriert in unterschiedlichen Ausprägungen vertreten. An vielen Ecken fehlt offensichtlich das Geld für eine Sanierung, Renovierung oder Restaurierung. Dies gilt auch für die Bauten in vielen anderen Bereichen der Stadt, durch die ich gekommen bin. Neu und gefährlich verfallen stehen zum Teil gleich nebeneinander.

Deutlich auffällig sind natürlich auch die vielen Moscheen. Einige größere Bauten und viele kleinere sind quer durch die Stadt verteilt. Die akkustische Gebetserinnerung, die von den Minaretten per Lautsprecher getönt werden, sind auch nicht überhörbar. Diese werden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mehrmals wiederholt. Der Gesang scheint sich dabei für wenige Minuten quer durch die ganze Stadt zu ziehen. Besonders schön lässt sich das bei Sonnenuntergang an den Aussichtspunkten oberhalb des alten Hafens erfahren. Dabei hat man auch einen wunderschönen Blick auf das Taurusgebirge, welches sich am anderen Ende der Bucht von Antalya majestätisch erhebt.

Der innere Teil der Stadt ist durchzogen von zig-hundert Läden und Ständen mit mehr oder weniger sinnvollen und hochwertigen Waren aus der Türkei, China und aller Welt. Dazwischen gibt es immer wieder Essensstände, Cafes und Restaurants - aber es stehen auch viele Ladenlokale leer. Vieles erinnerte mich in der Mischung an Eindrücke aus Thailand.

Nach dem ersten Eingewöhnen, ist mein Eindruck von Antalya durchaus positiv. Es gibt eine ganze Menge zu entdecken und die Lage am Meer ist sicherlich ein besonderer Pluspunkt. Trotz Globalisierung ist hier noch lange nicht alles auf westliches Denken ausgerichtet - was ich durchaus positiv empfinde.

Leider gibt es aber auch hier die Art des Unterhaltsverdienst als "Abschlepper", in ganz ähnlicher Form, wie Wiebke und ich es in Thailand und Kambodscha erlebt haben. Mit der Übung des letzten Jahres, kannte ich zum Glück die Richtung, die die Gespräche nehmen können und konnte zeitig und am passenden Punkt dankend ablehnen. Hier werden aber scheinbar insbesondere Soloreisende angesprochen. Da es diese Tricksereien offensichtlich in vielen Ländern gibt, sollte man
sich davon nicht einfangen lassen und schon garnicht den Tag verderben lassen. Bekanntlich kann man ja aus Erfahrung lernen ;-)

Donnerstag, 5. November 2009

Neuer Plan, neue Eindrücke

Nun ist es also abgemacht: es geht nach Antalya in die Türkei.

Angeregt durch diverse Diskussionen über multikulturelle Gesellschaften, Traditionen, europäisches Kollonialdenken und moderne Ansätze einer Weltgesellschaft, habe ich mir ein neues Reiseziel definiert. Ich möchte wieder ein Land besuchen, dass anders ausgeprägte Wurzeln hat, als Deutschland und das westliche Europa. Und da die Wurzeln unserer "Hochkultur" zum großen Teil im Mittelmeerraum liegen, geht es nun für ein paar Tage dorthin - in ein Land, das allerdings weniger von Rom geprägt ist...

Ich bin sehr gespannt, was mich in den westlichen Ausläufern Asiens erwartet und freue mich schon auf neue kulturelle Eindrücke. Und auf etwas mehr Sonne und freundlichere Temperaturen freue ich mich auch :-)