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Freitag, 13. November 2009

Teşekküler

"Teşekküler" (Danke) für eine Woche voller neuer Erfahrungen.

Antalya hat mir neue Eindrücke in ein weiteres Alternativleben ermöglicht. Selbst der kurze Besuch in dieser türkischen Großstadt, konnte mir wieder einen kleinen Blick in eine anderer Kultur ermöglichen. Auch die Erinnerung daran, dass ich als deutsch geborener Europäer mit liberaler Erziehung in eine Art "Luxusgesellschaft" geboren wurde, ist bei allen aktuellen Krisendebatten hilfreich. Ich werde meine Wahlmöglichkeiten (in unglaublich vielen Bereichen) weiterhin als etwas besonderes und somit als Geschenke ansehen.

Ein Abschiedsgeschenk ganz anderer Art machte mir heute morgen der türkische Sonnengott: blauen Himmel und einen völlig klaren Blick auf das Taurusgebirge :))


"Get on Board" und "Keine Panik, hebt Euer Handtuch." (Thomas D.)

"Teşekküler"

Sonntag, 5. Juli 2009

Zeitsprung - 05.07.2008 - Neustart?

Was kommt nach der Reise? Diese Frage hat Wiebke und mich vor einem Jahr beim Abschied am Flughafen von San Francisco beschäftigt. Wir beide hatten ein seltsames, ängstliches Gefühl, nachdem wir nun sechs Monate jeden Tag miteinander geteilt haben und unendlich viele gemeinsame Erfahrungen machen durften...

Nun, ein Jahr später hat sich viel verändert. Das Leben vor der Reise passte nicht mehr in unsere veränderte Weltanschauung und seitdem verändern wir, jeder auf seine Art, das Zurückliegende in etwas Gegenwärtiges oder Zukünftiges.

Durch kein Buch, keine Fernsehsendung oder Internetinformation habe ich zuvor soviel über die Zusammenhänge auf unserem Planeten, verschiedene Vegetationszonen, fremdartige Lebewesen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kulturen und über mich gelernt, wie in diesem halben Jahr auf Tour. Das daraus Veränderungen entstehen, ist fast logisch - sofern man das mit Logik erklären will - vielleicht passt hier besser: nachfühlbar.

Vor einem Jahr wollte ich, am Flughafen in Hamburg angekommen, gleich wieder los - mich der Reisetruppe von Wiebke wieder anschliessen - weiterreisen. Ich kam mir in Deutschland noch nie so deplatziert vor, wie zum Zeitpunkt der Rückkehr. In Hamburg hatte sich nichts wesentlich verändert - aber in mir. Das habe ich aber erst im Laufe der darauf folgenden Monate wirklich wahrgenommen und nun kann ich es als gegeben hinnehmen. Ich bin froh darüber, dass wir neue, eigene Entscheidungen treffen, die Veränderungen in unseren Leben erzeugen. Wer weiß wohin sie uns führen - hoffentlich näher an uns und die wesentlichen Dinge auf dieser Welt heran :-)

Die Reise geht auch in der "alten Welt" immer weiter...

Donnerstag, 2. Juli 2009

Zeitsprung - 02.07.2008 - San Francisco/Sausalito

Die Sonne Kaliforniens hat uns vor einem Jahr gut erwischt. Noch am Vormittag war es etwas bedeckt und der berühmte Nebel von San Francisco drohte unseren Tripp auf die andere Seite der Bucht etwas trübe aussehen zu lassen. Doch schon während der Überfahrt mit einer der Fähren machte sich der blaue Himmel immer breiter und hatte beim Anlegen in Sausalito schon die Vorherrschaft übernommen.

Den schönen, ruhigen und sonnigen Tag außerhalb der Großstadt haben wir genossen - den Yachthafen bewandert und die große Stadt von ferne betrachtet. Das kleine Örtchen bietet einen tollen Kontrast zum Trubel der Weltstadt, die nur ein paar Kilometer entfernt aufragt.

Leider hat uns die Nachlässigkeit in Bezug auf Sonnenschutz dann allerdings leicht verbrannte Nasenrücken beschert. Denn, wer hatte am Anfang des Tages mit so einem brillianten Wetter gerechnet - wir nicht.



Ebenso sonnig hat sich heute eine der anderen "schönsten Städte der Welt" präsentiert. Mit dem bisher wärmsten Tag des Jahres, hier in Hamburg - an dem ich durchaus froh war, nach dem kleinen Ausflug in den "Central Park" wieder viel im Schatten sitzen zu können ;-)

Mittwoch, 3. Juni 2009

Zeitsprung - 03.06.2008 - Kurze Gedankenreisen

flickr lässt mich mal wieder für ein paar Minuten nach Neuseeland, in die Nähe des Milford Sounds reisen: Wow, wir waren wirklich dort - weit, weit weg von zuhause - ganz nah an uns dran - schöne Erinnerungen...


Song des Tages (03.06.2009):
The Script - Breakeven

Mehr Foto-Eindrücke vom Milford Sound in meinem flickr-Fotoalbum.

Samstag, 23. Mai 2009

Kurze Reise in die Südheide


Letztes Jahr war es zu dieser Zeit die Südinsel Neuseelands, dieses Jahr die Südheide Deutschlands. Etwas bescheidener und deutlich kürzer war der Kurztripp in die Region um Celle herum. Bei schönem Wetter aber durchaus eine kleine Reise wert.

Von Hamburg braucht man mit der Bahn nur eine Stunde und befindet sich inmitten einer historischen Stadt mit scheinbar unendlich vielen Fachwerkhäusern. Meine besondere Empfehlung gilt allerdings bei gutem Wetter dem Schloßpark und dem Französischen Garten. Hier gibt es zwar kein Fachwerk, dafür aber viele bunte Blumen und viel Grün.

Sonntag, 26. April 2009

Kurztripp Kopenhagen

Nach mehr als einem dreiviertel Jahr, seit ich wieder in Deutschland gelandet bin, geht es nun wieder über eine Ländergrenze - nach Dänemark, in die Hauptstadt Kopenhagen.

Die Tour für ein paar Tage in unser Nachbarland mache ich diesmal alleine. Im Gegensatz zu Wiebke, die letztes Jahr fast drei Monate Erfahrungen im Alleinreisen gewonnen hat, ist dies für mich weiterhin ungewohnt - ich teile zu gerne die Erlebnisse einer Reise, als dass dies meine liebste Reiseart wäre. Vor einem Jahr war ich ja auch für ein paar Tage allein in Sydney unterwegs. Diesmal vermisse ich die junge Dame aber schon bevor der Zug überhaupt losfährt, da sie nicht im Hostel um die Ecke ist und wir uns nicht so einfach auf einen Kaffee treffen können.

In Kopenhagen werde ich zunächst meine Unterkunft im City Youthhostel beziehen. Mal sehen wie das wird. Anders als bei unserer großen Tour, habe ich diesmal aber ein größeres Budgetpolster vorgesehen, dass es ermöglichen würde in ein Hotel auszuweichen.

Die Fährüberfahrt von Puttgarden nach Rødby Færge ist eher ruhig und unspektakulär. Die Ostsee ist nahezu spiegelglatt und das Schiff scheint über das Wasser zu gleiten.

Auf der Fähre wird mir schnell klar, dass es nun wieder in ein fremdes Land geht - ich verstehe die Ansagen über die Bordlautsprecher nicht mehr auf Anhieb. Nur wenn die freundlichen Wiederholungen auf deutsch oder englisch laufen wird mir der Inhalt der Nachrichten klar. Da sich die Dänen bisher der europäischen Währungsunion verweigern, muss ich auch wieder Währungen umrechnen. Der heutige Umrechnungskurs an Bord ist 7,45 DEK = 1,00 EURO.


Nach ca. fünf Stunden Fahrt mit Bahn und Fähre bin ich am Hauptbahnhof in Kopenhagen angekommen. Die Ansagen und Anschläge sind überwiegend in Landessprache, aber viele Dänen sprechen zum Glück sehr gut englisch. Das macht für mich einiges leichter.

Der Weg zum Hostel ist nicht weit, es liegt direkt am Wasser und mein Zimmer im 14. Stock hat einen tollen Ausblick über Christianshavn Richtung Meer. Das Zimmer ist einfach eingerichtet und reicht für die kommenden Tage/Nächte völlig.

In Christianshavn fang ich auch meine erste Entdeckungstour an. Der Stadtteil ist insbesondere durch seine schönen alten Häuser an den Kanälen sehenswert. Hier soll es eine wilde Mischung aus Geschäftsleuten, Künstlern, Alternativen und Familien mit Kleinen Kindern geben. Das Publikum, das ich an diesem Sonntag nachmittag hier vor den Häusern, auf Booten und in Cafes sehe passt auf die Beschreibung - wild gemixt.

Nach der kleinen Tour an den Kanälen lang wechsel ich die Uferseiten und begebe mich kreuz und quer durch den historischen Stadtbereich. Mal zu Fuss, mal mit einem City Bike - diese Fahrräder sind eine super Einrichtung - geht es an einer Unzahl an alten und bedeutenden Bauwerken vorbei. Ich versuche mir erstmal einen Überblick zu verschaffen. An einem der vielen in der Stadt verteilten Buden lasse ich mich zu einem typisch dänischen Hot Dog verführen - und der ist wirklich gut.
Nachdem ich noch die letzten Sonnenstrahlen an der kleinen Meerjungfrau einfange, radle ich wieder zum Hostel zurück. Das waren erstmal genug Eindrücke für heute.