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Freitag, 13. Juni 2008

Letzte Tage in Neuseeland

Nun sind wir nur noch sehr kurze Zeit hier, denn am Samstag geht es weiter nach Hawaii. Die Fahrt zurueck nach "Christchurch" hat uns entsprechend ein wenig die Wehmut geplagt.

Der Himmel hat das sehr gut wiedergegeben und uns mit einigen beeindruckenden Wolkenformationen begleitet. Eine davon sah eher nach einer bevorstehenden "Traktorstrahl-Aktion" einer riesigen fliegenden Untertasse aus. Dem sind wir allerdings entkommen :-)

Morgen frueh geht es nun ueber "Auckland" weiter nach "Honolulu", wo wir Zeitreisenden dann am Freitag (also einen Tag vor dem Abflug) landen. Irgendwie witzig sich vorzustellen, in der Zeit zurueckzureisen...

Mittwoch, 11. Juni 2008

Lake Tekapo und Mount John

Zunaechst war ich etwas enttaeuscht von unserer neuen Station am Lake Tekapo. Ein netter See, ein netter Miniort, aber irgendwie kaum mit "Mt. Cook" zu vergleichen. Nach dem heutigen Walk zur Spitze des Mount John >Hej Yoyo, da hat man doch tatsaechlich einen Berg nach Dir benannt ;)<, der zunaechst meilenweit durch eher eintoenigen Nadelwald und ohne besondere Aussicht immer nur bergauf ging, bin ich doch wieder versoehnt.

Eine wirklich tolle Aussicht ueber die weite, Gletscher geformte Ebene in der sich der "Lake Tekapo" befindet. Und zusaetzlich ein wirklich empfehlenswertes Cafe mit ebenfalls toller Aussicht, betrieben vom "Earth & Sky Observatory", das dort oben einige Himmels- und Erdbeobachtungsanlagen stehen hat.
Dieser Ort eignet sich sehr gut zum Ausruhen und Gedanken schweifen lassen...

Montag, 9. Juni 2008

Ruhe am Mount Cook

Nach der Küste wieder zurück in die "Southern Alps". Die Route zum "Mount Cook" war landschaftlich klasse und weitaus weniger kurvig als ich dachte. Der Ort "Mt. Cook" liegt nämlich versteckt am Rand einer weiten Ebene, nicht hoch in den Bergen. Anders als gedacht, ist dies auch kein wirklicher Skiort - aber Heliskiing auf dem Gletscher mit tollem Tiefschnee ist hier möglich. Da meine Erfahrungen mit Tiefschnee noch immer eher dünn und mit unangenehmen Erinnerungen an Skiverluste verbunden sind, ist das aber nix für mich. Also kein Skifahren in Neuseeland. Nun ja, ich hab davon gehört, dass es auch in Europa ein paar nette Skigebiete gibt ;))

Der Ausflug zum höchsten Berg Neuseelands hat sich trotzdem gelohnt. Es war echt schön hier. Und aufgrund der Jahreszeit war es auch sehr ruhig. Das winterliche Wetter lockt eben doch nicht so viele Wanderer. Die Wanderwege, die wir genutzt haben waren zum Teil schon ziemlich eisig und glatt. Aber dafür ist alles etwas beschaulicher. Eigentlich ein Ort zum länger verweilen oder zum wiederbereisen...

Sonntag, 8. Juni 2008

Goldfieber-Zeitreise

Einige Regionen der Westkueste und der "Southern Alps" wurden Ende des 19. Jahrhunderts u.a. durch die ersten Gastarbeiter aus China besiedelt, die hier ihr finanzielles "Glueck" finden wollten. Viele von ihnen lebten in sehr kleinen aermlichen Huetten und wurden eher wie Menschen zweiter Klasse behandelt...

Fuer mich war die Exkursion in die Zeit des Goldgraeber-Booms mit neuen Einsichten in Bezug auf die Behandlung anderer Voelker durch die so "weit entwickelten" und "gottesfuerchtigen" Europaeer verbunden. Vielleicht hat sich in den letzten hundert Jahren daran noch garnicht so viel geaendert.

Samstag, 7. Juni 2008

Zurueck in den Bergen

Heute ging es von der Suedkueste wieder ab in die Berge. Der Sturm von gestern Nacht hat scheinbar neuen Schnee in die Southern Alps gebracht. Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit Skifahren in Neuseeland.

Von Queenstown starten wir morgen zum Mt. Cook.

Freitag, 6. Juni 2008

Slope Point - suedlicher gehts nun nicht mehr

Der südlichste Fleck von Neuseelands Südinsel - nur auf "Stewart Island" kann man in NZ dem Südpol näher kommen. Hier hat man den Eindruck, der Wind will einen auch garnicht von der Insel lassen. Kein Ort, um länger dort zu verweilen. Mir tun die Schafe ein wenig leid, die hier normalerweise weiden. Der Weg zum "Slope Point" geht nämlich mitten über Weideland. Den vielen Haufen nach zu urteilen, sind hier einige Wolltiere unterwegs - aber vielleicht durften sie mal zum Aufwärmen rein.

Wir haben uns auch bald wieder aufgemacht, sind noch weiter durch die "Catlins" bis "Kaka Point" gekommen und haben in dem kleinen Küstenort Unterschlupf für die stürmische Nacht gefunden.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Milford Sound - Fiordland

Ein perfekter Tag mit Tour zum und am Milford Sound :-)))

Die Strecke zum Milford Sound gehört nicht grundlos zu den schönsten Autotouren der Welt.

Es macht etwas nachdenklich, dass die Straße scheinbar nur aufgrund der tollen Natureindrücke existiert - damit Touristen, wie wir, an diesen teilhaben können. Aufgrund unserer mangelnden Trekking-Erfahrung wäre die Strecke zum Sound quer durch die Berge für uns zu Fuss allerdings viel zu gefährlich gewesen. In diesem Fall muss ich wohl sagen: Es ist tatsächlich beeindruckend schön durch die Täler und an den Bergen vorbei zu diesem wunderbaren Fjord fahren zu können. Gerade hier wurde ich mal wieder daran erinnert, warum wir als moderne Menschen nicht nur Städte, Gewerbegebiete und Nutzland brauchen - sondern insbesondere viel Natur.

Montag, 2. Juni 2008

Wintertemperaturen in Queenstown


Endlich "Neuseeland"

Eines schonmal vorweg: die Suedinsel ist mein "Neuseeland". Das ist jetzt vielleicht etwas unfair all den Eindruecken gegenueber, die ich bisher auf der Nordinsel sammeln durfte, aber die letzten Tage haben mein (Natur-)bild von Neuseeland wieder zurechtgerueckt.

Von Queenstown ging es mit dem "TranzAlpine" nach "Greymouth", dann per Bus bis zum "Franz Josef Glacier" und zwei Tage spaeter weiter bis "Queenstown".

Die Zugfahrt bekommt von mir alle moeglichen Sterne fuer landschaftliche Eindruecke und einen besonderen Stern fuer die offenen Aussichtsplattformen - die machen sogar bei der aktuellen Kaelte Spass. Leider kann man die Eindruecke bei solchen Fahrten ja verhaeltnismaessig schlecht in Bildern festhalten, versucht hab ich es trotzdem. Demnaechst gibt es wieder ein Update der Bilder, derzeit ist die Webverbindung hier zu langsam.

Die weitere Tour von "Greymouth" bis "Franz Josef" und "Queenstown" war die nette Fortsetzung von den Natureindruecken. Die Westkueste der Suedinsel ist super. Waehrend der Tour bin ich trotz des recht wechselhaften Wetters kaum aus dem Grinsen ueber die tollen landschaftlichen Szenerien rausgekommen - der "Joker" laesst schoen gruessen ;))

Bald gibt es ein paar Bildeindruecke dazu... bis dahin viele Gruesse aus dem "Nebelgebirge" :-)

Donnerstag, 29. Mai 2008

Trennung von der "ollen Moehre"

Nun ist die "olle Moehre" wieder weg und bekommt hoffentlich ihre verdiente Inspektion. Ich muss schon sagen, etwas wehmuetig ist mir schon, wenn ich an die "Moehre" denke. Schliesslich hat uns der "EZY Cruiza" 28 Tage gut und sicher quer durch die Nordinsel und im Sueden bis Christchurch gebracht. Und das Reisen im Camper hat unerwarteter Weise sogar richtig Spass gemacht. Die letzten Naechte waren allerdings schon so kuehl, dass es nun sinnvoll erscheint, lieber auf stationaere Unterkuenfte auszuweichen. Also werden wir den Rest des Neuseeland Aufenthalts wieder auf Uebernachtungen in Hostels und Hotels zurueckgreifen.


Die letzten Tage, seitdem wir Wellington verlassen haben und mit dem "InterIslander" auf die Suedinsel geschifft wurden, hat sich mein Neuseeland Bild doch wieder etwas gewandelt. Wir sind von "Picton" ueber "Nelson" und die "Nelson Lakes" bis "Hamner Springs" und dann nach "Christchurch" gefahren. Hier auf der Suedinsel ist es in etwa so, wie ich mir Neuseeland vorgestellt habe. Es ist alles noch etwas wilder und nicht so landwirtschaftlich kultiviert wie auf der Nordinsel. Das liegt vielleicht auch daran, dass hier weitaus weniger Menschen leben und die "Southern Alps" und die "Sounds" einen ziemlich grossen Teil der Insel einnehmen. Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir trotz der herbstlichen bzw. winterlichen Kaelte weiter in den Sueden gefahren sind und die Tour hier weitermachen.


Der Wechsel des Verkehrsmittel hat nun erstmal zur Konsequenz, dass wir wieder zu Fuss unterwegs sind und daher etwas Ballast per Post versendet haben (ich hoffe nebenbei, dass meine australische Seefracht langsam mal in Deutschland ankommt ;). Ab morgen werden wir dann mit dem "TranzAlpine"-Zug durch die Alpen nach "Greymouth" an die Westkueste fahren und dort mit dem "InterCity"-Bus nach "Queenstown" reisen. Als Zwischenstopp haben wir uns den "Franz Josef Gletscher" ausgesucht. Wir hoffen nun, dass uns die Sonne weiterhin begleitet...