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Dienstag, 10. März 2009

Zeitsprung - 10.03.2008 Tasmanische Wildnis

Hamburg hat derzeit nur viel Wasser von oben zu bieten - jedenfalls in Bezug auf Outdoor-Aktivitäten. Daher gibt es wieder einen kleinen Zeitsprung ins Jahr 2008.


Die tasmanische Wildnis: Wild, weit, beeindruckend schön. So haben wir es empfunden, als wir einen Eindruck von dem Leben auf der kleinen südlichen Schwesterinsel des australischen Kontinents gewinnen durften.

Insbesondere die Zeit am Cradle Mountain und Lake St. Clair waren von wunderbaren Tagestouren durch die Berglandschaft geprägt. Wir konnten Landschaften entdecken, wie sie kein Schulbuch jemals beschreiben kann - vielfältig und beeindruckend. An diesem Fleck der Erde habe ich nachts den schönsten und klarsten Sternenhimmel sehen dürfen, an den ich mich erinnern kann. Allein die Nordlichter auf Island waren noch beeindruckender - für die hab ich mir damals auch nahezu freiwillig die Nase abfrieren lassen ;-).

Die Sonnenaufgänge am Lake St. Clair waren wunderschön und unglaublich ruhig. Ein Ort an dem ich wirklich mal wieder zu mir selbst gefunden habe. Ein Erlebnis, an das ich mich hier im lebhaften Hamburg immer wieder gerne erinnere - und mit temporären Gedankenflügen auch gerne wieder zum Leben erwecke.

Samstag, 12. Juli 2008

"Wo war es am schönsten?"

Die Fragen, die mir in den vergangenen Tagen am häufigsten gestellt wurden sind: "Wo war es am schönsten?" oder "Wo hat es Dir am besten gefallen?". Die Antwort ist relativ einfach: Ich würde in jedes der Länder wieder reisen. Und einige der schönsten Momente waren die in der australischen und neuseeländischen Wildnis. Auch nachts war es da beeindruckend - so viele Sterne hab ich noch nie gesehen :-))

Allerdings war Australien das wohl spannendste Reiseziel. Die Vielfalt der Eindrücke dort ist eh mit anderen Kontinenten zu vergleichen - das "Land" Australien ist ja schließlich auch der größte (Überwasser)-Teil des ozeanischen Kontinents.

Der einzige Unterschied zu anderen Kontinenten ist, dass es überwiegend britisch kolonialisiert wurde. Die Kultur war für mich nur dort wirklich spannend, wo man auf die Kultur der Ureinwohner trifft, sofern noch etwas davon übrig geblieben ist - ich finde meine Metapher mit der Würgefeige noch immer sehr passend.

Die wahre Schönheit Australiens liegt eh in der vielfältigen und weitläufigen Landschaft. Und das dies heute noch so ist, können wir wohl ausschließlich den "Aboriginals" verdanken, die Jahrtausende im Einklang mit dieser Natur gelebt haben.


Aber: Sowohl die Natur auf Neuseelands Südinsel und Teilen der Nordinsel, wie auch die Kultur Thailands und die Lebensfreude der Hawaiianer waren die weite Reise wert. Und das "San Francisco" eine Reise wert ist wusste ich ja schon ;-)

Montag, 17. März 2008

Elton in Port Arthur

Elton hat uns auch nach Port Arthur begleitet und war, wie wir, sehr erstaunt ueber die Gefaengnisgeschichte dieses Ortes, die er dort "erleben" konnte.

Als Experiment eines neuen Strafvollzugs mit Resozialisierungsidee war Port Arthur im 19ten Jahrhundert offensichtlich eine Neuerung, die man heutzutage nur schwer nachvollziehen kann - da die "ausprobierten" Methoden zum Teil ziemlich heftig wirken.
Vorort bekommt man dann doch ein anderes Bild, als es jede Beschreibung erlaeutern kann. Dennoch, insbesondere die Isolationszellen und einige der Geschichten, der aus Britanien deportierten Gefangenen, hinterlassen einen tiefen Eindruck...

Die Fahrt zur Tasman Peninsula, an deren suedlichem Ende Port Arthur liegt, lohnt sich allerdings nicht nur wegen der geschichtlichen Eindruecke. Hier haben wir im "Tasmanian Devil Conservation Park" endlich ein paar Devils gesehen, da die kleinen Teufel zum Glueck sehr scheu sind und somit in freier Wildbahn nur mit seeehr viel Geduld zu entdecken sind. Und der Eindruck, den die kleinen Biester hinterlassen, ist auch sehr zwiegespalten.

Jedem Tasmanien-Reisenden kann ich ein paar Tage in dieser Ecke der Insel wirklich sehr empfehlen.

Sonntag, 16. März 2008

Tasmanien - Zurueck aus der Wildnis

Vierzehn Tage quer durch die tasmanische "Wildnis". Regenwälder, Berge, Seen, Strand, Wombats, Ruhs, "Kirschnasen" ... Tasmanische Teufel.

Die Auszeit mal ohne moderne Kommunikation war richtig gut und man merkt erst dann, was man ohne modernes Entertainment und mit viel Landschaft so alles mit seinem Kopf anstellen kann - vor allem Natur geniessen und über alles mögliche nachdenken ;-).

Nun ist die Wildnis in Tasmanien nicht nur Berge, Seen und Wälder; die Menschen haben vor allem in den letzten 200 Jahren (natürlich) viel von der Landschaft für sich nutzbar gemacht. Ein extrem großer Teil dieser Insel ist allerdings Naturschutzgebiet und somit in einem "natürlichen Zustand". Wenn man hier hinkommt, macht man Erfahrungen, die in Deutschland nicht mehr möglich sind - auch mit sich selbst.

Die vermutlich beste Zeit zur Entspannung hatten wir am "Lake St. Clair" mit scheinbar unendlich vielen Quadratkilometern Nationalpark - eine funktionierende Telefonzelle 6km von unserer Hütte mit Gemeinschaftsküche und -waschräumen entfernt, kein Mobilfunkempfang, kein Internet, kein Fernseh- oder Radioempfang und der nächste (ernstzunehmende) Supermarkt ca. 100km weit weg.

Aber die Entspannung kam auch nicht sofort ... vielleicht bin ich dafür immer noch zu sehr daran gewöhnt unbedingt was "sinnvolles" mit der Zeit anfangen zu müssen. Irgendwann habe ich dann aber auch meine ruhigen Ecken gefunden.

Wir sind mal wieder in eher einfachen Unterkünften untergekommen und der Luxus "Auto", mit dem wir ja einige Flexibilität hatten, hat uns einiges erleichtert. Trotzdem war es nicht immer ganz leicht die nächste Bleibe zu finden und zu buchen - es gibt einfach nicht so viele davon. Trotzdem sind wir um das Übernachten im Auto herumgekommen - puh, wäre auch ziemlich kühl geworden. Der Spätsommer hier hat schon "böse" Nachttemperaturen, auch wenn es eigentlich nur in den Bergen mal "schneekalt" wird.



Glücklicher Weise hat sich der Wettergott auch diesmal erbarmt und tagsüber überweigend gutes Wetter zum Wandern und Erkunden angeboten. Einige längere Tagestouren haben wir dadurch auch gut machen können, haben dabei aber auch (nach einem sieben Stunden Marsch) unsere Grenzen ausgelotet - so richtige Wanderer sind wir dann wohl doch nicht.

Nun sind wir in Hobart angekommen und werden die drei Tage vor unserem Flug nach Brisbane in Ruhe die tasmanische Hauptstadt erkunden.

... und auf ein Internet-Cafe habe ich mich trotz Natur und Ruhe auch ein wenig gefreut ...

Ein Wombat fuer Bine :)

Mittwoch, 12. März 2008

Lebenszeichen aus der "Wilderness"

Die letzten Tage hatten wir jede Menge Natur und Wildnis - und so gut wie keinen Draht zur Aussenwelt - und schon gar keinen Internetzugang. Nun haben wir zum Glueck und durch Zufall in dem kleinen Ort "Maydena" eine Dorfschule mit einem Internet-Access-Projekt gefunden, konnten unseren Flug zurueck auf die "Nordinsel Australiens" buchen und nun ein Lebenszeichen absenden.

Mehr (und wieder einige Bilder) demnaechst... :-)

Samstag, 1. März 2008

Launceston - Tasmanien

Die Eindruecke aus den "Blue Mountains" liegen nun schon ein paar Tage zurueck und sind doch weiterhin praesent. In Launceston angekommen, muessen wir uns hier auch erst neu orientieren. Wir sind zwar noch auf australischem Terrain, aber die Reise gleicht einem Sprung von Hamburg nach Nordschweden. Und aehnlich sind auch die klimatischen Bedingungen - aehnlich einem Spaetsommer in Skandinavien - ca. 20 Grad tagsueber in der Sonne und geschaetzte 10 Grad als abendliche Schattenwerte. Zum Glueck haben wir uns ein paar warme Sachen mitgenommen (da uns ja in Neuseeland aehnliches bluehen wird).

Die zweitgroesste Stadt Tasmaniens (ca. 100.000 Einwohner) wirkt schon recht britisch - mit leicht amerikanischem Einschlag. Ein grosser Teil der historischen Haeuser koennte gut in eine "Black Beauty"-Verfilmung hineinpassen. Die modernen Attribute holen einen allerdings schnell wieder ins Jahr 2008 zurueck.

Beeindruckend ist allerdings der "Blick um die Ecke", da ist man gleich mitten in der zerkluefteten Natur - die Eindruecke aus den "Blue Mountains" lassen schoen gruessen...