Dienstag, 22. April 2008

Abschied von Alice Springs

Diese Wuergefeigen sind ueberall rund um Alice Springs zu finden (hier im vertrockneten Flussbett des Todd River). Sie sehen spannend aus, aber irgendwie sieht man, dass da was nicht ganz richtig ist. Die toten Ueberreste eines anderen Baums sind immer irgendwie sichtbar. Fuer mich stehen sie schon symbolisch fuer die europaeische Kultur, die ganz allmaehlich die naturverhaftete Kultur der Ureinwohner des Kontinents umwuchert und langsam abwuergt.

In Alice Springs hatten wir den Eindruck, dass die Aboriginals nicht wirklich ein Teil dieser Stadt sind. Oder umgekehrt gesehen: dieser westlich, "amerikanische" Klon-Ort, gehoert nicht hierhin. Vielleicht genausowenig wie wir Reisende auf Entdeckungstour.

Spaetestens an diesem Ort faengt der ein oder andere Reisende vermutlich an, ueber Ursprung, Kultur, Natur, Veraenderungen, Modernisierung und Lebensweisen in dieser Region nachzudenken. Ich muss sagen, ich bin noch immer dabei...

Kommentare:

zimtwookie hat gesagt…

... und ich denke immer noch häufig über die Veränderungen nach, die unsere europäischen Vorfahren in die Welt hinausgebracht haben. Welchen Beitrag hat unsere abendländische Kultur wohl hinzugesteuert, an den vielen Problemen, die es heute weltweit gibt? Wer hat uns überhaupt die Erlaubnis gegeben, über die Entwicklung der Welt, der Natur oder anderer Völker entscheiden zu dürfen?

C. Steinhard hat gesagt…

.. und nahezu 10 Jahre später sehe ich das immer noch so. Die Reise zur anderen Seite der Weltkugel hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und einige relevante Veränderungen in mir bewirkt.