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Samstag, 28. November 2009

Zeitsprung - Danke und Gute Reise :-)

Zwei Jahre ist es nun her, dass ich diesen Blog gestartet habe. Und mehr als 3,5 Jahre sind vergangen, seit ich die Idee für eine lange Auszeit hatte und daraus die Weltreise gedanklich entstanden ist. Da Wiebke diese Idee auch gleich euphorisch aufgenommen hat, konnten wir zusammen planen, reisen, erleben und schreiben.

Nun ist sehr viel in diesen Jahren passiert und die Ereignisse und Erlebnisse haben ihre deutlichen Spuren im Leben von mir und Wiebke hinterlassen. Das niemand wissen kann, was die Zukunft bringt, weiß ich speziell durch die vielen verschiedenen "Baustellen" dieses Jahres.

An dieser Stelle werde ich den "Zimtwookies Weltreise" Blog beenden. Sehr wahrscheinlich melde ich mich an anderer Stelle wieder. Der Zimtwookie hat nun erstmal seine Weltreise-Zeit gehabt, hat hoffentlich viele schöne Impulse geben können und geht – in einen neuen Abschnitt. Wieder ein "Startschuss" in ein neues Lebenskapitel...

Ich möchte allen Lesern und Kommentatoren ganz herzlich Danke sagen, fürs "Mitreisen". Die positiven Rückmeldungen haben gut getan. Hoffentlich treffen wir uns wieder ... im Café um die Ecke, an einem schönen Fleck dieser Erde oder in den virtuellen Welten.

Der Zimtwookie wünscht weiterhin: "Gute Reise!" :-)

P.s.: zum Abschluss noch mein Song des Jahres: Fluss - Thomas D.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Frühstück mit Kängurus

Derzeit höre ich in der wenigen Zeit, die ich für Freizeit übrig habe, Bill Brysons "Frühstück mit Kängurus". Vor Jahren habe ich mal mit der Printversion angefangen. Ich hab gelesen und irgendwann mitten im Buch damit aufgehört. Das war vor der Reise in das große Land, den Kontinent, die größte Insel der Welt, am anderen Ende unserer Weltsicht. Aufgehört hab ich vermutlich, weil ich mir das doch alles nicht so recht vorstellen konnte.

Nun merke ich, dass Reiseliteratur für mich nur im Land während des Reisens oder nach der Reise funktioniert. Vielleicht fehlt mir die Vorstellungskraft, um mir so etwas wie Australien oder andere fremde Länder ganz ohne Bilder und nur im Geiste auszumalen. Vielleicht ist es aber auch einfach viel besser dort hinzureisen, Eindrücke ganz selbstständig zu sammeln und dann beim lesen oder hören eines Reiseberichtes zu denken "Ja, so war es, so ist es, genau so!"

So kann ich mich über die eigenen Erlebnisse freuen :-) Im Fall von Bill Brysons Reisebericht passiert das sehr häufig und deshalb macht mir das (Hör-)Buch jetzt auch vielmehr Spaß. Scheinbar hat auch jedes Buch eine passende und eine unpassende Zeit - wie vielleicht alles im Leben.

Sonntag, 5. Juli 2009

Zeitsprung - 05.07.2008 - Neustart?

Was kommt nach der Reise? Diese Frage hat Wiebke und mich vor einem Jahr beim Abschied am Flughafen von San Francisco beschäftigt. Wir beide hatten ein seltsames, ängstliches Gefühl, nachdem wir nun sechs Monate jeden Tag miteinander geteilt haben und unendlich viele gemeinsame Erfahrungen machen durften...

Nun, ein Jahr später hat sich viel verändert. Das Leben vor der Reise passte nicht mehr in unsere veränderte Weltanschauung und seitdem verändern wir, jeder auf seine Art, das Zurückliegende in etwas Gegenwärtiges oder Zukünftiges.

Durch kein Buch, keine Fernsehsendung oder Internetinformation habe ich zuvor soviel über die Zusammenhänge auf unserem Planeten, verschiedene Vegetationszonen, fremdartige Lebewesen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kulturen und über mich gelernt, wie in diesem halben Jahr auf Tour. Das daraus Veränderungen entstehen, ist fast logisch - sofern man das mit Logik erklären will - vielleicht passt hier besser: nachfühlbar.

Vor einem Jahr wollte ich, am Flughafen in Hamburg angekommen, gleich wieder los - mich der Reisetruppe von Wiebke wieder anschliessen - weiterreisen. Ich kam mir in Deutschland noch nie so deplatziert vor, wie zum Zeitpunkt der Rückkehr. In Hamburg hatte sich nichts wesentlich verändert - aber in mir. Das habe ich aber erst im Laufe der darauf folgenden Monate wirklich wahrgenommen und nun kann ich es als gegeben hinnehmen. Ich bin froh darüber, dass wir neue, eigene Entscheidungen treffen, die Veränderungen in unseren Leben erzeugen. Wer weiß wohin sie uns führen - hoffentlich näher an uns und die wesentlichen Dinge auf dieser Welt heran :-)

Die Reise geht auch in der "alten Welt" immer weiter...

Mittwoch, 3. Juni 2009

Zeitsprung - 03.06.2008 - Kurze Gedankenreisen

flickr lässt mich mal wieder für ein paar Minuten nach Neuseeland, in die Nähe des Milford Sounds reisen: Wow, wir waren wirklich dort - weit, weit weg von zuhause - ganz nah an uns dran - schöne Erinnerungen...


Song des Tages (03.06.2009):
The Script - Breakeven

Mehr Foto-Eindrücke vom Milford Sound in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Zeitsprung - 20.05.2008 - Wellington, NZ


Das südliche Ende der Nordinsel, das haben wir vor einem Jahr in Wellington erreicht. Nach einer spannenden Tour kreuz und quer über die Nordinsel Neuseelands sind wir kurz vor dem Sprung auf die noch schönere Südinsel - was wir damals aber noch nicht wussten.

In Anbetracht der Tatsache, dass hier gerade der Sommer losgeht, erinnere ich mich noch gut daran, dass er in Neuseeland zu diesem Zeitpunkt schon vorüber war. Vor einem Jahr und ein paar Tagen haben wir uns nämlich lange Unterwäsche und Handschuhe gekauft. Und wir haben spätestens auf der Südinsel beides wirklich gebraucht.

Beim Anblick meines Bildes vom abendlichen Wellington mit Maori Totempfahl im Vordergrund kann ich mich auch noch sehr gut an das sehr kühle Photoshooting erinnern. Wiebke ist da lieber in der warmen "ollen Möhre" geblieben, während ich mir für den Sonnenuntergang über Wellington fast die Finger und Ohren abgefroren habe - trotz Handschuhen und Fleecemütze. Aber, allein die Erinnerung daran war es wert ;-)

Und was lernen wir noch daraus: Irgendwo auf der Welt ist Sommer und die Sonne scheint ;-)

Mehr Foto-Eindrücke von Wellington in meinem flickr-Fotoalbum.

Sonntag, 17. Mai 2009

Zeitsprung - 17.05.2008 - Ursprüngliches Neuseeland


Maori Holzschnitzereien und Vulkane konnten wir vor einem Jahr entdecken – im Tongariro National Park. Tolle Erfahrungen in einer eher ursprünglichen Natur.



Mehr Foto-Eindrücke vom Tongariro National Park in meinem flickr-Fotoalbum.

Samstag, 25. April 2009

Zeitsprung – 25.04.2008 – Anzac Day in Sydney


Heute wird in Australien der Anzac Day gefeiert. Es wird den Opfern und Veteranen der Kriege gedacht und insbesondere an den ersten verlustreichen Einsatz von Soldaten aus AUS und NZ in einem der Weltkriege. Am 25. April 1915 waren australische und neuseeländische Truppen bei der Landung auf Gallipoli in der Türkei im Einsatz. Die Alliierten wollten mit der Türkei einen der deutschen Verbündeten attackieren, scheiterten jedoch und hatten hohe Verluste zu beklagen.

Vor einem Jahr war ich in Sydney unterwegs. Die Sonne wurde von den vielen Wolken am Himmel häufiger mal durchgelassen und ich war wie viele andere Menschen auch, insbesondere an den Wassersäumen der Stadt unterwegs. Die Stimmung an diesem Tag hatte etwas bedächtiges. Ich kann nicht sagen warum, aber der Tag war kein normaler freier Tag, er wurde "bedacht", das Gedenken war spürbar. So kam es mir damals vor. Ich konnte Menschen beobachten, die sinnierend übers Wasser schauten, als wenn sie ein fernes Ereignis wieder nah an sich heran holen würden – an etwas denken würden, das nicht in Vergessenheit geraten darf. Vielleicht war dies nur mein Eindruck – aber er hat sich in meiner Erinnerung festgesetzt.

Es gibt Situationen in der Geschichte und im Leben, die scheinen sich zu wiederholen, egal was man versucht dagegen zu tun. Manchmal hilft es aber, sich dessen bewußt zu sein und somit eine Wiederholung zu verhindern. Wenn dies sehr viele tun, bleiben schmerzhafte Erfahrungen vielleicht Vergangenheit.

Dafür sind Gedenktage wohl da – um sich zu erinnern, nachzudenken und daraus zu lernen.

Mehr Foto-Eindrücke vom zweiten Sydney Stopp in meinem flickr-Fotoalbum.

Dienstag, 10. März 2009

Zeitsprung - 10.03.2008 Tasmanische Wildnis

Hamburg hat derzeit nur viel Wasser von oben zu bieten - jedenfalls in Bezug auf Outdoor-Aktivitäten. Daher gibt es wieder einen kleinen Zeitsprung ins Jahr 2008.


Die tasmanische Wildnis: Wild, weit, beeindruckend schön. So haben wir es empfunden, als wir einen Eindruck von dem Leben auf der kleinen südlichen Schwesterinsel des australischen Kontinents gewinnen durften.

Insbesondere die Zeit am Cradle Mountain und Lake St. Clair waren von wunderbaren Tagestouren durch die Berglandschaft geprägt. Wir konnten Landschaften entdecken, wie sie kein Schulbuch jemals beschreiben kann - vielfältig und beeindruckend. An diesem Fleck der Erde habe ich nachts den schönsten und klarsten Sternenhimmel sehen dürfen, an den ich mich erinnern kann. Allein die Nordlichter auf Island waren noch beeindruckender - für die hab ich mir damals auch nahezu freiwillig die Nase abfrieren lassen ;-).

Die Sonnenaufgänge am Lake St. Clair waren wunderschön und unglaublich ruhig. Ein Ort an dem ich wirklich mal wieder zu mir selbst gefunden habe. Ein Erlebnis, an das ich mich hier im lebhaften Hamburg immer wieder gerne erinnere - und mit temporären Gedankenflügen auch gerne wieder zum Leben erwecke.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zeitsprung - 24.02.2008 Blue Mountains

Nachdem ich nun Franks Blogeintrag zu den Blue Mountains gelesen habe, muss ich sagen: Glück gehabt! Damit meine ich allerdings Wiebke und mich. Als wir vor einem Jahr auf der Aussichtplattform vor den "Three Sisters" standen eröffnete sich uns ein unglaublicher Blick über ein Tal, das scheinbar unendlich weit mit Eukalyptus-Bäumen bewachsen ist.

Die paar Tage in den Blue Mountains waren eine absolute Erholung für uns. Nach den Stadterfahrungen im hektischen Bangkok und dem vergleichsweise ruhigen Sydney waren die Naturerfahrungen in den Canjons und Schluchten, bei Wasserfällen und in beindruckend weiten Wäldern ein toller Ausgleich.

Ich musste vor dem Genuss der Landschaften allerdings in der "No. 14" zunächst eine der kältesten Nächte, an die ich mich erinnern kann, durchstehen. Wir hatten kurzfristig gebucht und zum Glück noch ein Zimmer in diesem kleinen, wirklich schönen Hostel bekommen. Das Zimmer für die erste Nacht lag aber leider zur kühlen Hangseite des Hauses und wollte einfach nicht richtig warm werden. Warum ausgerechnet Wiebke in der Nacht schlafen konnte, während ich mich überwiegend vor dem Kamin des Hostels aufgehalten habe, ist mir immer noch ein Rätsel. Denn: "So kalt war es noch nie!" – obwohl tagsüber Temperaturen um die 20° C herrschten. Die anschließenden Nächte haben wir zum Glück ein wärmeres Zimmer in der oberen Etage der "No. 14" bewohnen dürfen, das tagsüber von der Sonne aufgewärmt wurde. Von da an war es nur noch Klasse in den "Blue Mountains".


Mehr Foto-Eindrücke aus den Blue Mountains in meinem flickr-Fotoalbum.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Jahresrückblick

Nur 364 Tage nach dem Antritt einer ungewissen Reise habe ich zwei völlig unterschiedliche Halbjahre erlebt. Kulturschock hin und zurück - jeden Tag neue Erlebnisse und Erfahrungen gegenüber alltäglichen Handlungen und Wohlbekanntem. Scheinbar unendlich naturbelassene Landschaften zurückgetausch gegen kultivierte, menschenbevölkerte Orte. Verschiedene Pole einer Welt, die sich täglich verändert.

Als wir Silvester 2007 nach Thailand geflogen sind, habe ich die derzeitige Krise im dem ehemaligen Königreich Siam noch nicht wahrgenommen. Erst dort ist mir das erste Mal die Bedeutung des Königs für die bisherige Entwicklung des Landes klar geworden - und warum er von so vielen Thailändern verehrt wird. Eine andere Entwicklung, die Ausweitung der Immobilienkrise in den USA zu einer weltweiten Krise der Finanzmärkte, konnte man vielleicht als Beobachter der engen internationalen Verknüpfungen der heutigen Welt erahnen, aber das Ausmaß ist offensichtlich für alle Akteure und besonders die Leidtragenden größer als gedacht.

Bei den Rückblicken auf das vergangene Jahr fällt mir auf, wie viel von uns als gegeben hingenommen, wie schwer wir uns mit Veränderungen tun und wie wenig über (durchaus vorhandene, aber teils unbequeme) Alternativen nachgedacht wird.

Wenn Bewegung und Veränderung Teil des Lebens sind, ja das Leben sogar ausmachen, warum siegt so häufig die Bequemlichkeit und die Angst vor Veränderungen?

Auf ins unbequeme neue Jahr... dabei wünsche ich uns allen alles Gute, offene Augen, einen wachen Verstand und viel positive Bewegung ;-)

Samstag, 27. Dezember 2008

Geschenke

Die schönsten Geschenke sind die, die man nicht erwartet hat. Das gilt nicht nur für Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke, sondern vor allem für Begegnungen, Eindrücke, Möglichkeiten, Erfahrungen und besondere Menschen, die einen begleiten.


Von Jahr zu Jahr bin ich immer mehr der Meinung, dass die schönsten Geschenke nicht bezahlbar und noch weniger erkaufbar sind. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, freue ich mich insbesondere über unerwartete kleine Geschenke, die mich auf neue Ideen bringen.

Neben den vielen tausend einmaligen Geschenken, die das Jahr 2008 in Form von Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücken an mich verschenkt hat, gab es unter dem Weihnachtsbaum drei Dinge, die der Erfahrungsneugewinnung zugute kommen: Ein fantastischer Film, ein Sprachkurs und ein schräges Buch.

Der Film birgt eine Reise in eine mehr und weniger entfernte Vergangenheit und eine fantasievolle Zukunft - er enthält Teile meiner Kindheit, unserer Reise durch Neuseeland und die Erinnerung an die Schöpfungskraft von kreativen Köpfen - zugleich Erinnerung, wie auch Anreiz.

Der Sprachkurs war ein sehr unerwartetes Geschenk - dennoch ein sehr willkommenes. Obwohl ich mich absolut nicht als Sprachtalent ansehe - es gab durchaus einen Grund, warum wir überwiegend englisch-sprachige Länder besucht haben - ist dies eine neue Herausforderung, die sicherlich ein paar Türen bei neuen Reisen in die weite Welt öffnen hilft.

Das schräge Buch jedoch ist vielleicht das nachhaltigste der diesjährigen Geschenke. Es hat schon auf den ersten paar Seiten eine besondere Macht entwickelt. Einige Bestätigungen meiner Weltensichten und neue Ansätze für die Zukunft - schräge Ideen für andere Sichtweisen, andere Blickwinkel - vielleicht auch was für Weltreisende, die auf andere Gedanken kommen wollen - wirklich ein Buch für (potentielle) Querdenker ;-)

DANKE!

Freitag, 12. Dezember 2008

Rückenwind und die Welt im Blick

"Rückenwind". Das war einer der Impulse für mein Abenteuer Weltreise. Auch wenn Thomas D. das wohl nie erfahren wird, hat sich dieser Song schon vor sehr langer Zeit in meinem Gehörgang eingenistet und mit Erfolg zur großen Reise motiviert - Danke für diesen Impuls.

Jetzt hatte ich gestern endlich mal die Möglichkeit, den Menschen hinter dem Song auf der Bühne live zu sehen. Respekt! Ich habe schon seit sehr langer Zeit kein Konzert mehr mit soviel Dynamik und Lebensfreude auf der Bühne erlebt - vielleicht noch nie. Der lebende Beweis dafür, dass mit vierzig noch so einiges geht ;)) "Der Typ hat 'ne Meise, aber Rückenwind"!

Danke Wiki für dieses Geburtstagsgeschenk!!!

Mittwoch, 24. September 2008

Erste Weltumrundung beendet

Nun ist die erste Reise um die Welt tatsächlich vorbei. Wiebke hat es auch wieder munter nach Hamburg geschafft. Damit hat auch das virtuelle Mitreisen für mich ein Ende. Schade - das hat auch viel Spaß gemacht.

Ob diese Art des Erkundens unserer Welt nun eine einmalig Sache bleibt, sei mal dahin gestellt - ich würde es jederzeit wieder machen. Selbst die getrennte Zeit (Wiebke unterwegs, ich schon wieder in Deutschland) hatte einiges an neuen Erfahrungen in sich.

Mal sehen, wie wir nun in Zukunft die Dinge betrachten und welche Ziele wir noch vor uns haben. Die Entdeckungsreisen gehen auf jeden Fall weiter und die Zeit der Retrospektiven ist ja auch noch lange nicht vorbei ...

Donnerstag, 11. September 2008

Deutschland-Reisen und Blitztripp an die Niagara-Fälle

Mit dem Auto durch Deutschland fahren ist wirklich kein Spaß. Nach einem erneuten Versuch am Wochenende - Hamburg-Soest-Hamburg - werde ich demnächst weiterhin gerne Bahn fahren - das ist wirklich entspannteres Reisen. Dabei fahre ich eigentlich gerne Auto. Besonders in Australien und Neuseeland hat das wirklich Spaß gemacht. Aber hier..., da vergeht einem auf den Autobahnen wirklich schnell der Spaß am Fahren?

Gestern war ich dann kurz mit einem Teil von mir vereist, mit den Ohren an den Niagara-Fällen. Wiebke hat von dort angerufen und das war schon witzig und toll. Das beeindruckende Grollen der Fälle war im Hintergrund gut zu hören. Da wäre ich sehr gerne kurz "rübergebeamt" oder "gefaxt", hätte einfach gerne schnell den Ort gewechselt. Aber solange sowas noch nicht geht und im CERN noch nach den Hintergründen und Geheimnissen der Dimensionen geforscht wird, muss ich mir die mächtigen Wassermassen vorstellen und die Bilder von Wiebke mit fantastischem Leben füllen. Macht auch Spaß... Reisen im Kopf ;-)

Freitag, 22. August 2008

Alaska

Wiebke war nun tatsächlich dort - zum Tagesausflug in Alaska...

Ich glaube nun steht wohl wieder ein zukünftiges Reiseziel für mich fest. Auch wenn das Wetter "da drüben" derzeit nicht das freundlichste ist, der persönliche Reisebericht der jungen Weltenbummlerin hat Lust auf eigene Begutachtung gemacht :-)

Sonntag, 17. August 2008

Retrospektiven, TV-Serien und Kunst

Unglaublich, schon wieder sind zwei Wochen seit dem letzten Eintrag vergangen. So langsam sollte man ja denken, dass ich mich nun wieder in Hamburg eingelebt habe. Fehlanzeige. Aber ich bin schon näher dran. Es ist seltsam, dass ich mich tatsächlich erstmal wieder an Deutschland und Hamburg gewöhnen muss.

Die Berichte der Langzeit-Reisenden, die sich nach der Rückkehr auf den Alltag freuen und nicht vorstellen können, eine ähnliche Unternehmung noch einmal zu machen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht hatten wir aber auch das Glück, dass alles ziemlich gut geklappt hat.

Weiterhin sind meine Abende überwiegend mit Retrospektiven gefüllt - Aufzeichnungen, Bilder, Videos, Erinnerungen. Ab und an gönne ich mir mal eine Folge "Lost" aus dem iTunes-Store oder "Men in trees" bei VOX. Die haben durch ihre ungewöhnlichen Schauplätze für mich dann aber auch ein wenig mit Erinnerungen und Neuentdeckungen zu tun - "Lost" erinnert mich immer wieder an unseren Aufenthalt auf Oahu (Hawaii) - wo die Serie zum Teil gedreht wurde - und "Men in trees" deutet auf ein neues Fernziel (Alaska) hin - in dessen Nähe Wiebke ja gerade unterwegs ist.

Aber! hier gibt es ja auch noch viel zu entdecken. Derzeit versuche ich mal wieder etwas mehr hinter meine eigenen künstlerischen Aktivitäten zu schauen, um diese weiterentwickeln zu können - also auch etwas Retrospektive mit lebhaften Symbolen im Blick und Jason Mraz im Ohr...

Doch momentan ist das Wetter eher dazu geeignet mal wieder etwas Sonne zu tanken. Also jetzt geht es raus aus dem Haus. Bis bald :-)

Samstag, 2. August 2008

Dezentes Hamburg


Ok, wenn die Hamburger Farben an ihre Häuser bringen ist das wohl eher dezent. So knallig wie in Übersee werde ich hier wahrscheinlich nur wenige Häuser finden. Also keine Villa Kunterbunt wie in Hastings. Es ist eben Hamburg - die kühle Schöne des deutschen Nordens. Sei's drum. Ich such aber weiter ;-)

Buchstaben Sammlung erster Teil

Wetter und Weltensicht

Die Schwüle am Freitag war im Büro ja kaum auszuhalten. Und das angekündigte Gewitter ist (leider) ausgeblieben. Stattdessen nur ein paar kleine Regentropfen - Tropfen auf den berühmten heißen Stein.

Trotzdem ist es heute morgen recht angenehm - Sonne, angenehmer Wind und irgendwas über 20°C. Die Lage an der Elbe und in Meernähe macht sich in Hamburg eben häufig angenehm bemerkbar - insbesondere im Sommer. Ein schöner Tag um beim späten Frühstück über Gott und die Welt zu quatschen. Später gehe ich mit der Kamera nochmal auf Farbensuche in Hamburg. Vor ein paar Wochen wären wir zu dieser Zeit definitiv schon irgendwo unterwegs gewesen - da gab es auch sowas wie Wochenende nicht wirklich, jeder Tag war ein "Entdeckertag".

Wenn ich das so recht überlege, ist so eine lange Reise auch ein kleiner Zeitsprung in die Kindheit, als man noch jeden Tag etwas neues entdeckt hat und die Welt noch nicht für so selbstverständlich angenommen hat. Es gab überall kleine oder größere wundersame Dinge und Geheimnisse zu erkunden. Es ist wirklich ein Geschenk, das nochmal erleben zu können. Sicherlich einer der Gründe, warum ich Wiebke derzeit sehr um ihre zusätzlichen Monate "da draußen" beneide...

Wie wäre es wohl, wenn man Kindern eine eigene Kamera in die Hand gäbe, um damit ihre Welt und ihre Entdeckungen aufzunehmen. Im Zeitalter der Digitalen Fotografie ist das wohl kaum noch eine Kostenfrage. Ich denke, bei Durchsicht der Bilder könnte man noch einiges für sich neu- und wiederentdecken. Ob es so eine Idee wohl schon umgesetzt im Web gibt? Jens hat da doch letztes Jahr auf der Dokumenta mit Matilda schon einen kleinen Testlauf gemacht.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Moderne Technik

Nachdem sich ja mein letztes mobiles Handfunkgerät kurz nach der Ankunft in Australien "verabschiedet" hat, habe ich mir nun eine neue Kommunikationszentrale für die Hosentasche zugelegt - nein, kein iPhone, das muss noch warten bis man es auch ohne Zwangsvertrag mit der Telekom bekommt. Stattdessen hab ich nun einen Ur-Ur-Ur-Ur-...-Ur-Enkel meines ersten Nokia 6110 erstanden (bei soviel Ur komme ich mir jetzt auch noch mächtig alt vor).

Nun bin ich noch sehr weit davon entfernt, sämtliche Funktionen dieses kleinen Smart-Telefon-Dings ausfindig gemacht zu haben, geschweige denn sie zu nutzen. Aber ich neige ja dazu, solche technischen Spielsachen immer gleich ausprobieren zu wollen. Dank Kamera-Funktion, Web-Browser und UMTS/WLAN kann ich nun tatsächlich direkt vom Mobiltelefon Fotos auf meine "flickr"-Seite schicken. Ob ich das bei der Bildqualität tatsächlich will? Wohl eher nicht...

Vielleicht war es auch ganz gut, dass sich mein altes (Smart-) Telefon während der Reise schon so früh über den Jordan bewegt hat. Denn eines ist sicher, so tele-kommunikativ befreit wie in der australischen und neuseeländischen Wildnis habe ich mich schon seit Jahren nicht mehr gefühlt... und genau deshalb wird das neue Spielzeug auch in Zukunft häufiger mal abgeschaltet und/oder zuhause gelassen ;)