Samstag, 12. Januar 2008

Koh Chang 2 - die Insel der Elefanten

"Chasing Cars" von Snow Patrol wird gerade vom DJ der Strandbar gespielt an der wir sitzen. Seit einigen Monaten einer meiner Lieblingssongs. Dabei kann man hier wirklich besonders gut rumliegen und sinnieren. Die Ruhe der Insel der Elefanten (Übersetzung von "Koh Chang") bringt einen zwangsläufig zum Nachdenken und Grübeln über diese Reise und ihre Etappen - und über das Leben zuhause, das vermutlich ganz normal weitergeht.

Schön ist, dass ich derzeit viel Zeit dafür habe, mir einige Stücke auf meinem IPod mal wieder oder etwas genauer anzuhören. Vielleicht schult das auch mein Englisch noch etwas. Die letzten Tage sind alte Supertramp Songs oben auf der Liste und zwischendurch immer mal meine eigenen Songs, die alle noch feingeschliffen werden müssen. Jacks Mood braucht unbedingt noch einen Text, und der Song passt irgendwie hierher - auch wenn ich bei seiner Entstehung eher an Australien oder Hawaii gedacht habe.

Eigentlich wollte ich mir in Bangkok noch eine Reisegitarre zulegen, dafür sind wir extra in eine Straße mit vielen Instrumentenhändlern gelaufen. Die angebotenen Modelle haben mich dann aber nicht so recht überzeugt und nun muss ich mich doch mit meiner Gitarrensimulation auf der NDS begnügen - was aber verständlicher Weise nicht das Gleiche wie eine echte Gitarre ist ... man denke mal daran, damit am Strand zu sitzen, nun ja - dafür war das Ding schön kompakt fürs Reisegepäck.

Somit hör ich einfach schöne Songs von Leuten, die das schon hinbekommen haben, was ich auch gerne irgendwann schaffen möchte - Eindrücke und Gefühle eindrucksvoll in Musik umsetzen.

Neue Eindrücke sammeln und alte verarbeiten kann ich auf dieser Reise hoffentlich genug - und am Montag geht es in Richtung Angkor weiter :-)

Donnerstag, 10. Januar 2008

Inselreif

Bangkok war eindrucksvoll, aber nach einer Woche reicht mir und uns die Stadt. Insbesondere die Tempel und das Herumlaufen durch Strassen und Gassen waren die Tage in dieser eher belebten asiatischen Stadt wert. Wir haben definitiv wieder was dazugelernt und ich konnte alte Eindruecke aus Asien auffrischen. Wiebkes "Kulturschock" laesst auch zunehmend nach.

Aber der Smog und die Lautstaerke des Strassenlaerms sind nicht gerade ein grosser Beitrag zur Erholung, die wir eigentlich brauchen. Deshalb sind wir am vergangenen Montag Richtung Suedosten gestartet und nun auf der Insel Koh Chang gelandet.

Die Busfahrt im klimatisierten und recht bequemen Ueberlandbus startete vom Busbahnhof Ost in Bangkok aus und ging ca. 5 1/2 Stunden lang quer durchs Land bis kurz vor den Pier zur Faehre nach Koh Chang. Dabei sehen wir eher kleine Ortschaften vorueberziehen - einfacheres Leben, so wie ich es auch schon in den Staedten auf Sumatra gesehen habe. Bis wir in einen Pierzubringerbus (der weitaus weniger komfortabel ist) umsteigen muessen verlaeuft die Fahrt eher unspektakulaer - die Fahrt zum Pier dauert aber nur wenige Minuten. Die Faehre nach Koh Chang laesst etwas auf sich warten, aber wir haben ja Zeit und es gibt eine ueberdachte Ecke auf dem Pier, die genuegend Schatten bereithaelt.

Unsere Tour geht zum Lonely Beach im Suedwesten der Insel. Dort buchen wir fuer winzige 280 Baht (ca. 5,50 Euro) zunaechst eine Treehouse Hut - Welcome back to nature! Allerdings wird uns sehr schnell klar, dass wir in diesen paar Quadratmetern ohne Ventilator und mit Gemeinschafts-WC/Dusche (die anderen Details mal ausgelassen) nicht ganz so gut entspannen koennen - und dafuer sind wir ja gerade hierhin gefahren :) Aber der Blick von der direkt am Wasser gelegenen Huette hat uns schon kurzzeitig hingerissen...

Den Abend verbringen wir jetzt mit Strandlaufen und Checken der uebrigen Handvoll Quartiere - aber die Rucksaecke koennen wir ja jetzt in der Huette zwischenlagern - sehen wir sie mal als etwas zu grosses Schliessfach an ;-) . Letztendlich finden wir ein sehr schoenes Zimmer mit aehnlich toller Lage direkt am Strand - allerdings auch ca. 10x so teuer wie unser kleines Treehouse. Luxus kostet auch in Thailand entsprechend mehr.


Belohnt werden wir fuer diese Entscheidung mit der ersten Nacht in Thailand, die ich/wir durchschlafen koennen und einem Laecheln erzeugenden Blick beim Aufwachen - direkt auf Palmen, weissen Strand und azurfarbenes Meer.

Jetzt koennen wir entspannen ... bis wir zum Wochenende in eine etwas bescheidenere Bleibe umziehen.

Sonntag, 6. Januar 2008

Bangkok Nachtrag - Transport und Verkehr

Transport und Verkehr spielt in Bangkok eine große Rolle. Häufig geht es dabei um die Wahl des passenden Transportmittels. Wir haben ein paar ausprobiert - Taxi, TukTuk, Boot, Skytrain und nicht zuletzt die eigenen Füße. Mal von "per pedes" abgesehen ist der Skytrain sicherlich die sympatischste Art in Bangkok voran zu kommen, knapp gefolgt vom Wasserverkehr. Dummerweise sind die Strecken und somit die Abfahrts- und Zielorte sehr limitiert. Auch wenn es einige Flüsse und Kanäle gibt, die von verschiedenen Booten befahren werden eignet sich der Bootsverkehr selten für Kreuz-und-Quer-Touren auf die spontane Art. Die Skytrain-Trassen werden zwar derzeit ausgebaut, aber noch ist der Skytrain auf den inneren, wohlhabenderen Bereich der Stadt beschränkt.

Es geht häufig kein Weg an den Taxis, TukTuks oder der Nutzung eines Busses vorbei. Zum Busverkehr hab ich noch keine Erfahrungen gemacht. Dafür konnten wir einige mehr oder weniger erfreuliche Erfahrungen mit den flexiblen Drei- oder Vierrädern machen. Zunächst muss einem klar sein, dass man als Ausländer immer Gefahr läuft einen höheren Preis für den Transport zu zahlen als die Einheimischen, hier ist Verhandlungsgeschick und Abschätzung der eigenen Situation gefragt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Einstiegspreise der Verhandlungen für Fahrten morgens oder mittags deutlich günstiger sein können, als für die gleiche Strecke zu späterer Stunde zurück - wieso das so ist kann ja mal spekuliert werden ;). Bei den Taxis mit funktonierenden Taxametern hilft hier die Nutzung desselbigen - einige Taxifahrer handeln den Preis, wie alle TukTuk fahrenden Kollegen, lieber mit den Touristen aus. - In den meisten Fällen geschieht dies wahrscheinlich nicht zu Gunsten der fremdländischen Gäste - aber die haben wohl eh weit mehr Geld zum verschleudern. Zumal es sich bei den Fahrkosten von 50, 100 , 200 Baht um Beträge von ein paar Euro handelt - so günstig wird man bei uns nicht chauffiert. Aber dafür bekommt man allerdings auch nicht zwingend die Körperpflege eines Fahrers mit - ein Genuss, auf den man wirklich gerne verzichtet. Kultursckock?!

An den Verkehr in Bangkok muss man sich erst gewöhnen. Das ist in ein paar Tagen noch nicht drin. Und das liegt nicht nur am Linksverkehr.

Citylife in Asien

Wir sind zur Zeit schon ziemlich hin und her gerissen mit unseren Eindruecken von Bangkok. Nettes Klima, spannende neue Erfahrungen und ruhige, farbenfrohe Tempelanlagen stehen Laerm, Verschmutzung und sehr seltsamen Angewohnheiten (aus europaeischer Sicht) gegenueber. Momentan ueberwiegt bei uns beiden der Fluchtinstinkt. Raus aus der City...

Verwoehnte Reisende

Elton hat noch nicht gemeckert, dem geht es gut. Und wie man sehen kann, freut er sich zwischendurch ueber frische Luft (hier im Garten des Jim Thompson Houses).

Wir meckern auch nur wenig ;-) aber dieses Internet-Cafe ist leicht gewoehnungsbeduertig...

Ich hab jetzt ein paar Bilder hochladen und sichern koennen. Die aktuellsten Eindruecke gibt es immer bei flickr (einfach auf die Diashow am rechten Rand klicken).

Spaeter schreib ich nochmal mehr. Jetzt brauch ich erstmal ein Swensens Eis...

Mittwoch, 2. Januar 2008

Happy New Year Bangkok

Silvester ueber den Wolken und kaum einer hat es gemerkt. Wir haben einfach zweimal auf das neue Jahr angestossen - zuerst um 0:00 Uhr thailaendischer Zeit, dann sechs Stunden spaeter auf das deutsche neue Jahr.

Erstmal nur ein kurzer Eindruck. Thailand und Bangkok empfangen uns freundlich und die Fahrt per Airport-Express zum Guesthouse klappt super und ist echt guenstig. Am Happy House Guesthouse angekommen klappt auch alles mit dem Zimmer wir erhofft. Das ist klein, sauber und freundlich - und fast unschlagbar guenstig, mit 510 Baht (ca. 10Euro) fuer das Doppelzimmer.

Nun ist hier schon der Abend des zweiten Tages um, Wiebke kaempft noch etwas mit dem kleinen Kulturschock - an den kann ich mich nun auch wieder sehr gut erinnern, als ich aehnliche Erfahrungen vor vielen Jahren bei meiner Indonesien-Reise gemacht habe - ich kaempfe dagegen eher mit Jetlag-Symptomen. Aber vielleicht klappt das Schlafen ja diese Nacht anstaendig.

Die uebrigen Eindruecke gibt es beim naechsten Eintrag. Leider will sich die Technik meiner Kamera nicht so recht mit der technik des Internet-Cafes vestehen. Das Problem muss ich erstmal loesen. Wiebkes S3 kommuniziert problemlos und daher gibt es in Wiebkes Blog schon was zu sehen.

Ich sag erstmal "Frohes Neues Jahr" und bis bald... :-)

Sonntag, 30. Dezember 2007

Guten Rutsch ins neue Jahr

Leider konnte ich nicht mehr allen, die ich noch gerne vor dem Abflug gesehen hätte "Tschüß" sagen. Euch allen das Allerbeste für das neue Jahr und Auf Wiedersehen in 2008. [ ] :-)

Samstag, 29. Dezember 2007

Die Aufregung beginnt

OK, jetzt fängt es langsam an aufregend zu werden. Die entspannten Weihnachtstage sind vorbei und morgen früh geht es zur letzten Station in Deutschland, bevor wir dann am 31.12. von Frankfurt aus losfliegen.

Ab sofort sind nur noch die ca. 18kg in meinem Rucksack das relevante Gepäck. Dichtgedrängte Notwendigkeiten und minimaler Luxus kommen mit. Sämtlicher Rest bleibt in Deutschland. Ich hoffe, auch einiges von dem Alltag, dem wir nun einige Monate entkommen wollen bleibt hier.

Samstag, 22. Dezember 2007

Erste Etappe - Münsterland

Kleine Schritte - erstmal. Am Donnerstag sind wir aus Hamburg verschwunden und machen unsere kleine Familienabschiedstour. Aktuell im Münsterland.

Die Reise wird zunehmend spürbar. Als wir die hamburger Wohnungstür hinter uns gelassen haben war das schon irgendwie ein seltsames Gefühl. Während der Organisation der Reise und all der mehr oder weniger formellen Erledigungen war dies nie so nah an mich herangekommen.


Jetzt sind wir im Münsterland zwischengelandet. Hier ist die winterliche Kälte wirklich sichtbar. "Die Weißen Wälder von Lengerich" sehen wunderbar verwunschen aus, wie aus einer Landschaftsbeschreibung von Tolkiens "Der Herr der Ringe". Dafür ist es aber auch wirklich bitter kalt - jedenfalls auf dem Kamm im Teuto, dem wir einen kurzen Besuch abstatten.

Nun freue ich mich schon sehr auf die freundlicheren Temperaturen in Thailand.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Gegenwärtigkeit der Abwesenheit

Nur noch knapp zwei Wochen. Jetzt hatte uns auf die letzten Meter doch noch ein netter Infekt erwischt. Zu allem Überfluss hatte ich dabei auch noch Fieber und durfte meine letzten Impfungen nicht wie geplant bekommen. Mal ganz davon abgesehen, dass man so nun wirklich nicht viel von den letzten Erledigungen erledigen kann. Wenigstens die Rucksäcke haben wir quasi final gepackt und damit wurde die zukünftige Abwesenheit hier schon sehr gegenwärtig.

Aber nun: Die Impfungen sind endlich durch - je eine Spritze in linken und rechten Arm. Und Hurra, die Zimmer in der Wohnung sind untervermietet. Und wir haben das große Glück jetzt zwei wirklich nette Untermieter zu haben: Christian und Petra. Die haben hoffentlich viele erholsame Stunden in unserem bisherigen Wohnkosmos.

Was die Reiseplanung angeht, haben wir bisher in Bangkok ein Zimmer für ein paar Tage gebucht und danach soll es auf eine Insel zum Entspannen gehen. Welche das sein wird, entscheiden wir vorort.