Sonntag, 8. November 2009

Strandtag mal anders

Aus dem inneren Bereich der Stadt wollte ich nun doch raus, um etwas anderes als türkisches Stadtleben zu sehen.

Zunächst gestaltete sich der Versuch mit einem Dolmus (einem kleinen Bus) rauszukommen aber doch etwas schwieriger. Die Zielangaben an den Fahrzeugen entsprachen leider ins keinster Weise meinen Erwartungen. Da so etwas wie Bahnverkehr in der Türkei kaum existiert, werden überwiegend Busse genutzt und somit ist man auf diese Transportmöglichkeit angewiesen, wenn man "mal raus" will (und kein Taxi nutzen möchte).

Da leider nicht alle Türken als Fremdsprache Englisch oder Deutsch gelernt haben, war ich ohne Türkischkenntnisse noch schlecht gestellt.

Bis ich das Sysytem verstanden habe, müssen erstmal weiter meine Füsse herhalten.

Der Sonntag war überraschender Weise ein sehr sonniger Tag und somit wollte ich etwas am Strand von Antalya lang laufen.

Der Stadtstrand zieht sich ziemlich lang hin und ist vollständig aus Kieseln mit mittleren bis sehr kleinen Steinen. Zum Laufen eignet sich dieser Untergrund nur bedingt. Aber es gibt auch eine Strandpromenade, die sich fast 10 km lang erstreckt. Mit viel Zeit ausgestattet, habe ich mir die Besichtigungstour am Strand lang gegönnt und auch etwas am Meer pausiert.

Da hier die Hauptsaison zum Baden ja schon vorbei ist, waren die Beachclubs leider schon dicht. Allerdings hat mir das ein paar alternative Fotomotive der Lokalitäten eingebracht - auch ganz schön :-)

Zurück im Hotel habe ich allerdings durchaus meine Füße gespürt und mir vorgenommen am Montag nun doch irgendwie den Busverkehr zu nutzen...

Samstag, 7. November 2009

Antalya - Asiatische Erinnerungen

Der Start im Orient war schonmal gut. Alleine in in einem Land unterwegs zu sein, dessen Sprache ich nicht mal in Ansätzen beherrsche, ist für mich immer eine kleine Herausforderung. Besonders deshalb, weil ich auch hier die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchte. Wer nicht nur von geführten Touren abhängig sein will, muss sich anders durchschlagen. Auch dass ich nun wieder auf dem asiatischen Kontinent wandle ist in Ansätzen erkennbar. Ich kann weder mit dem Gelesenen etwas anfangen, noch irgendwie ein Konzept im türkischen Busnetz entdecken. Mal schauen, ob sich das noch ändert.

Zunächst habe ich mich aber auf meine Füße verlassen. Für erste Eindrücke der Stadt reichen die als Transportmittel völlig.

In den ersten Tagen habe ich so die Straßen und Gassen der Innenstadt und Altstadt erkundet. Die Unterschiede zu deutschen oder westeuropäischen Großstädten sind nicht nur wegen der eher pragmatischen Bauformen gleich sichtbar. Alleine der bauliche Zustand in der Altstadt - wo ich in einem wunderbar restaurierten, historischen Gebäude untergekommen bin - ist von verfallen bis hochwertig restauriert in unterschiedlichen Ausprägungen vertreten. An vielen Ecken fehlt offensichtlich das Geld für eine Sanierung, Renovierung oder Restaurierung. Dies gilt auch für die Bauten in vielen anderen Bereichen der Stadt, durch die ich gekommen bin. Neu und gefährlich verfallen stehen zum Teil gleich nebeneinander.

Deutlich auffällig sind natürlich auch die vielen Moscheen. Einige größere Bauten und viele kleinere sind quer durch die Stadt verteilt. Die akkustische Gebetserinnerung, die von den Minaretten per Lautsprecher getönt werden, sind auch nicht überhörbar. Diese werden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mehrmals wiederholt. Der Gesang scheint sich dabei für wenige Minuten quer durch die ganze Stadt zu ziehen. Besonders schön lässt sich das bei Sonnenuntergang an den Aussichtspunkten oberhalb des alten Hafens erfahren. Dabei hat man auch einen wunderschönen Blick auf das Taurusgebirge, welches sich am anderen Ende der Bucht von Antalya majestätisch erhebt.

Der innere Teil der Stadt ist durchzogen von zig-hundert Läden und Ständen mit mehr oder weniger sinnvollen und hochwertigen Waren aus der Türkei, China und aller Welt. Dazwischen gibt es immer wieder Essensstände, Cafes und Restaurants - aber es stehen auch viele Ladenlokale leer. Vieles erinnerte mich in der Mischung an Eindrücke aus Thailand.

Nach dem ersten Eingewöhnen, ist mein Eindruck von Antalya durchaus positiv. Es gibt eine ganze Menge zu entdecken und die Lage am Meer ist sicherlich ein besonderer Pluspunkt. Trotz Globalisierung ist hier noch lange nicht alles auf westliches Denken ausgerichtet - was ich durchaus positiv empfinde.

Leider gibt es aber auch hier die Art des Unterhaltsverdienst als "Abschlepper", in ganz ähnlicher Form, wie Wiebke und ich es in Thailand und Kambodscha erlebt haben. Mit der Übung des letzten Jahres, kannte ich zum Glück die Richtung, die die Gespräche nehmen können und konnte zeitig und am passenden Punkt dankend ablehnen. Hier werden aber scheinbar insbesondere Soloreisende angesprochen. Da es diese Tricksereien offensichtlich in vielen Ländern gibt, sollte man
sich davon nicht einfangen lassen und schon garnicht den Tag verderben lassen. Bekanntlich kann man ja aus Erfahrung lernen ;-)

Donnerstag, 5. November 2009

Neuer Plan, neue Eindrücke

Nun ist es also abgemacht: es geht nach Antalya in die Türkei.

Angeregt durch diverse Diskussionen über multikulturelle Gesellschaften, Traditionen, europäisches Kollonialdenken und moderne Ansätze einer Weltgesellschaft, habe ich mir ein neues Reiseziel definiert. Ich möchte wieder ein Land besuchen, dass anders ausgeprägte Wurzeln hat, als Deutschland und das westliche Europa. Und da die Wurzeln unserer "Hochkultur" zum großen Teil im Mittelmeerraum liegen, geht es nun für ein paar Tage dorthin - in ein Land, das allerdings weniger von Rom geprägt ist...

Ich bin sehr gespannt, was mich in den westlichen Ausläufern Asiens erwartet und freue mich schon auf neue kulturelle Eindrücke. Und auf etwas mehr Sonne und freundlichere Temperaturen freue ich mich auch :-)

Montag, 2. November 2009

Lebenszeichen

zwei Monate sind seit dem letzten Eintrag vergangen. Meine Zeit saust an mir vorbei. Obwohl ich in der Zwischenzeit ein paar neue Eindrücke an der Ostsee gewinnen durfte, hatte ich keine Muße diese hier darzustellen.
In den kommenden Tagen, mit etwas Urlaubszeit ausgestattet, werde ich mal für Reiseeindrucksnachschub sorgen...

Sonntag, 6. September 2009

Sonntag, 30. August 2009

DOM - Die Belustigung ist wieder vorbei


Für einige Wochen im Jahr ist der DOM in Hamburg die Institution der Volksbelustigung. Hier kann man viele bunte Sachen sehen und erleben.

Aber auch die Zeit des Abbaus kann durchaus sehenswert sein - sogar an einem eher trüben Tag - wie ich am Samstag entdecken konnte.

Anschließend ist jedoch ein Gang in die "Schanze" oder das Karoviertel sehr empfehlenswert. Hier findet man bestimmt noch das ein oder andere lustige, bunte Ding.

Mittwoch, 26. August 2009

Fundstücke

Wie alle Mitreisenden bestimmt gemerkt haben, war ich in den letzten Wochen sehr stark mit anderen Dingen beschäftigt – der Blog blieb unberührt. Von einem Sommerloch, in Bezug auf Arbeit, kann ich jedenfalls nicht berichten. Zeit für richtige Entdeckungstouren daher leider kaum vorhanden.

Nun kommen erstmal zwei Fundstücke von einer Tour durch die Innenstadt.


Es ist immer wieder witzig, was sich alles entdecken läßt, wenn man die Schaufenster der City mal außer acht läßt .

Montag, 3. August 2009

Donnerstag, 23. Juli 2009

Stadtbäume und schräge Vögel

Frühstück mit Kängurus

Derzeit höre ich in der wenigen Zeit, die ich für Freizeit übrig habe, Bill Brysons "Frühstück mit Kängurus". Vor Jahren habe ich mal mit der Printversion angefangen. Ich hab gelesen und irgendwann mitten im Buch damit aufgehört. Das war vor der Reise in das große Land, den Kontinent, die größte Insel der Welt, am anderen Ende unserer Weltsicht. Aufgehört hab ich vermutlich, weil ich mir das doch alles nicht so recht vorstellen konnte.

Nun merke ich, dass Reiseliteratur für mich nur im Land während des Reisens oder nach der Reise funktioniert. Vielleicht fehlt mir die Vorstellungskraft, um mir so etwas wie Australien oder andere fremde Länder ganz ohne Bilder und nur im Geiste auszumalen. Vielleicht ist es aber auch einfach viel besser dort hinzureisen, Eindrücke ganz selbstständig zu sammeln und dann beim lesen oder hören eines Reiseberichtes zu denken "Ja, so war es, so ist es, genau so!"

So kann ich mich über die eigenen Erlebnisse freuen :-) Im Fall von Bill Brysons Reisebericht passiert das sehr häufig und deshalb macht mir das (Hör-)Buch jetzt auch vielmehr Spaß. Scheinbar hat auch jedes Buch eine passende und eine unpassende Zeit - wie vielleicht alles im Leben.