Sonntag, 26. April 2009

Kurztripp Kopenhagen

Nach mehr als einem dreiviertel Jahr, seit ich wieder in Deutschland gelandet bin, geht es nun wieder über eine Ländergrenze - nach Dänemark, in die Hauptstadt Kopenhagen.

Die Tour für ein paar Tage in unser Nachbarland mache ich diesmal alleine. Im Gegensatz zu Wiebke, die letztes Jahr fast drei Monate Erfahrungen im Alleinreisen gewonnen hat, ist dies für mich weiterhin ungewohnt - ich teile zu gerne die Erlebnisse einer Reise, als dass dies meine liebste Reiseart wäre. Vor einem Jahr war ich ja auch für ein paar Tage allein in Sydney unterwegs. Diesmal vermisse ich die junge Dame aber schon bevor der Zug überhaupt losfährt, da sie nicht im Hostel um die Ecke ist und wir uns nicht so einfach auf einen Kaffee treffen können.

In Kopenhagen werde ich zunächst meine Unterkunft im City Youthhostel beziehen. Mal sehen wie das wird. Anders als bei unserer großen Tour, habe ich diesmal aber ein größeres Budgetpolster vorgesehen, dass es ermöglichen würde in ein Hotel auszuweichen.

Die Fährüberfahrt von Puttgarden nach Rødby Færge ist eher ruhig und unspektakulär. Die Ostsee ist nahezu spiegelglatt und das Schiff scheint über das Wasser zu gleiten.

Auf der Fähre wird mir schnell klar, dass es nun wieder in ein fremdes Land geht - ich verstehe die Ansagen über die Bordlautsprecher nicht mehr auf Anhieb. Nur wenn die freundlichen Wiederholungen auf deutsch oder englisch laufen wird mir der Inhalt der Nachrichten klar. Da sich die Dänen bisher der europäischen Währungsunion verweigern, muss ich auch wieder Währungen umrechnen. Der heutige Umrechnungskurs an Bord ist 7,45 DEK = 1,00 EURO.


Nach ca. fünf Stunden Fahrt mit Bahn und Fähre bin ich am Hauptbahnhof in Kopenhagen angekommen. Die Ansagen und Anschläge sind überwiegend in Landessprache, aber viele Dänen sprechen zum Glück sehr gut englisch. Das macht für mich einiges leichter.

Der Weg zum Hostel ist nicht weit, es liegt direkt am Wasser und mein Zimmer im 14. Stock hat einen tollen Ausblick über Christianshavn Richtung Meer. Das Zimmer ist einfach eingerichtet und reicht für die kommenden Tage/Nächte völlig.

In Christianshavn fang ich auch meine erste Entdeckungstour an. Der Stadtteil ist insbesondere durch seine schönen alten Häuser an den Kanälen sehenswert. Hier soll es eine wilde Mischung aus Geschäftsleuten, Künstlern, Alternativen und Familien mit Kleinen Kindern geben. Das Publikum, das ich an diesem Sonntag nachmittag hier vor den Häusern, auf Booten und in Cafes sehe passt auf die Beschreibung - wild gemixt.

Nach der kleinen Tour an den Kanälen lang wechsel ich die Uferseiten und begebe mich kreuz und quer durch den historischen Stadtbereich. Mal zu Fuss, mal mit einem City Bike - diese Fahrräder sind eine super Einrichtung - geht es an einer Unzahl an alten und bedeutenden Bauwerken vorbei. Ich versuche mir erstmal einen Überblick zu verschaffen. An einem der vielen in der Stadt verteilten Buden lasse ich mich zu einem typisch dänischen Hot Dog verführen - und der ist wirklich gut.
Nachdem ich noch die letzten Sonnenstrahlen an der kleinen Meerjungfrau einfange, radle ich wieder zum Hostel zurück. Das waren erstmal genug Eindrücke für heute.

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